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Marktforscher rechnen mit Linux-Software von Microsoft

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Die Marktforscher der Meta Group gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2007 etwa die Hälfte aller neuen Server mit Linux betrieben werden. Daher werde es dann für Microsoft schwierig sein, das alternative Betriebssystem zu ignorieren. Ende 2004 werde Microsoft damit beginnen, einen Teil seiner Produkte wie SQL Server, Internet Information Server und Exchange auch für Linux anzubieten, heißt es in Medienberichten.

Das wäre der unerwartete Höhepunkt einer langjährigen Auseinandersetzung zwischen Microsoft und Linux. Im November war ein firmeninternes Papier bekannt geworden, in dem die bisherige Strategie gegenüber dem freien Betriebssystem kritisiert wurde. Microsoft solle sich eher auf die Folgekosten einer Installation von Linux oder Windows konzentrieren. Und siehe da: IDC bescheinigte dem Softwareriesen vor kurzem, sein Windows 2000 käme als Serverbetriebssystem auf Dauer günstiger als Linux.

Die Zeiten, da wichtige Microsoft-Leute wie CEO Steve Ballmer Linux als "Krebsgeschwür" bezeichnen, scheinen vorbei. Selbst wenn nach vorsichtigen Schätzungen von IDC bis 2006 der Anteil der Linux-Server nur 11 Prozent betragen sollte, hat Microsoft kaum noch Preisspielraum nach oben, sagte im Oktober Analystin Michelle Connell von Wells Fargo Private Client Services. Wenn es langfristig nicht zu Linux-Produkten aus dem Hause Microsoft kommen sollte, müssten die Redmonder zumindest die Preisstruktur für ihre Produkte überdenken. Auch für den Markt der Desktop-Systeme macht man sich bei Microsoft Sorgen. Wenn sich Linux auf den Schreibtischen durchsetze, gerate das Wachstum des Software-Riesen in Gefahr, meinte kürzlich CFO John Connors. (anw)

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