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Marktprognose: Android-Apps erzielen erstmals mehr Umsätze als iOS-Apps

In den nächsten 5 Jahren werden die Umsätze der App-Stores weiter wachsen, glauben die Analysten von App Annie. Laut ihren Prognosen könnten die Android-App-Stores erstmals am App-Store von Apple vorbeiziehen.

Apps auf iPhone

(Bild: dpa, Andreas Gebert/Symbol)

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Laut Analysen des Marktforschers App Annie wird der App-Markt in den kommenden fünf Jahren erheblich wachsen: Im Jahr 2021 sollen die weltweiten Bruttoverbrauchsausgaben bei mehr als 139 Milliarden US-Dollar liegen; die globale 5-Jahres-Wachstumsrate beträgt damit 18 Prozent. Zum Vergleich: 2016 lagen die Ausgaben bei knapp 62 Milliarden US-Dollar.

App Annie: "Die Zukunft des App-Markts ist rosig."

(Bild: App Annie)

In Deutschland soll die erwartete 5-Jahres-Wachstumsrate mehr als 6 Prozent betragen. Damit wäre Deutschland in Europa die Nummer 2 der "downloadstärksten App-Märkte" im Jahr 2021. Vorne liegt Russland, auf Platz 3 Großbritannien. Der größte Markt nach globalen Ausgaben für Apps bleibt weiterhin China.

Die Analysten prognostizieren, dass der App Store von Apple seine Führung behaupten und mehr als 60 Milliarden Dollar einbringen wird. Damit bleibt er für den Prognosezeitraum der lukrativste Einzel-Store, da iOS-Nutzer im Schnitt mehr für Apps ausgeben als Android-Nutzer. Rechnet man allerdings Google Play und die anderen Drittanbieter-Stores zusammen, könnten die Stores in diesem Jahr erstmals an iOS vorbeiziehen, erklären die Analysten. Grund hierfür ist die starke Installationsbasis von Android, dessen Marktanteil gemessen an den Smartphone-Verkäufen bei gut 86 Prozent liegt.

Die Zusammenfassung der einzelnen Android-Stores ist angebracht: Gerade in China beziehen Android-Nutzer ihre Apps in der Regel nicht von Google direkt, sondern vor allem von Drittanbietern wie dem Baidu App Store oder dem Xiaomi App Store. Anfang des Jahres hatte China eine stärkere Kontrolle der vielen App-Stores angekündigt. In Deutschland ist der Amazon Appstore eine bekannte Alternative zu Google Play.

Für die Prognosen hat App Annie "30.000 verschiedene Quellen" ausgewertet und mit ökonomischen, demografischen sowie anderen Daten zusammengestellt. Mit diesen Informationen erstellt ein "proprietärer Algorithmus" die Vorhersagen zum App-Markt. Die Testmethodik würde denen großer Investmentbanken ähneln. Bei den Umsatzschätzungen bezieht sich App Annie auf Bruttoverbraucherausgaben und nicht auf den Nettoerlös für die Publisher. Die vollständige Prognose steht zum Download bereit.

(dbe)

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