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Mars-Rover Curiosity: Zwei Sonnenverfinsterungen in wenigen Tagen

Innerhalb weniger Tage im März hat Curiosity gleich zweimal eine partielle Sonnenfinsternis beobachtet. Die helfen den Forschern.

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Mars-Rover Curiosity: Zwei Sonnenverfinsterungen in wenigen Tagen

Phobos vor der Sonne – gesehen vom Mars

(Bild: NASA/JPL-Caltech/MSSS)

Phobos vor der Sonne

(Bild: NASA/JPL-Caltech/MSSS)

Der NASA-Rover Curiosity hat auf dem Mars in diesem Jahr gleich zwei partielle Sonnenverfinsterungen beobachtet. Mit der durch Filter geschützten Mastcam hat der Rover zuerst am 17. März mit Deimos den kleineren der beiden Marsmonde abgelichtet, am 26. März folgte dann der Durchzug von Phobos vor der Sonne. Beide Monde sind wenigen Kilometern Durchmesser vergleichsweise klein und können auch die auf dem Mars weiter entfernte Sonne nicht ganz verdecken. Das sind zwar nicht die ersten Verdunkelungen, die Sonden auf dem Mars beobachtet haben, aber jede neue helfe bei der Bestimmung der Umlaufbahnen, erklärt die NASA.

Deimos

(Bild: NASA/JPL-Caltech/MSSS)

Vor den Landungen der Rover Spirit und Opportunity auf dem Roten Planeten, waren die Daten zu den Umlaufbahnen der Marsmonde noch vergleichsweise ungenau, erklärt die US-Weltraumagentur nun. Bei der ersten Beobachtung von Deimos wurde eine Abweichung von der erwarteten Position um 40 Kilometer ermittelt. Dabei hat Deimos gerade einmal einen Durchmesser von 2,3 Kilometern. Dank der inzwischen acht beobachteten Verfinsterungen durch Deimos und 40 durch Phobos, seien die Daten jetzt viel genauer. Phobos misst etwas 11,5 Kilometer.

Der Marsmond Phobos (10 Bilder)

Ein Detailbild des Mondes, aufgenommen von der ESA-Sonde Mars Express aus weniger als 200 Kilometern Entfernung.
(Bild: ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum))

Der bislang größte Mars-Rover Curiosity erkundet seit sechseinhalb Jahren die Oberfläche des Mars, neben Insight als eine von zwei verbliebenen Mars-Sonden. Nach Spirit hatte vergangenes Jahr auch Opportunity seine überaus erfolgreiche Mission eingestellt und sich nicht mehr gemeldet. Kommendes Jahr soll ein Nachfolger für Curiosity zum Roten Planeten fliegen und dort nach Spuren von möglichem Leben suchen.

Curiosity konnte unter anderem bereits nachweisen, dass auf dem Planeten einst lebensfreundliche Bedingungen herrschen, mit Seenlandschaften. Es scheint also immer sicherer, dass auf dem Mars einst alle Voraussetzungen bestanden, unter denen auf der Erde Leben entstanden ist. (mho)