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Marskrater nach deutschem Planetenforscher benannt

Nach dem 2014 verstorbenen deutschen Physiker Gerhard Neukum ist ein Krater auf dem Mars benannt worden. Neukum war unter anderem für die Entwicklung der Stereokamera an Bord der ESA-Mission Mars Express verantwortlich.

Marskrater nach deutschem Planetenforscher benannt

Der Krater Neukum.

(Bild: ESA/DLR/FU Berlin, CC BY-SA 3.0 IGO )

Ein Einschlagskrater auf dem Planeten Mars ist nach dem deutschen Physiker und Planetenforscher Gerhard Neukum benannt worden. Der 102 Kilometer große Neukum-Krater befindet sich in der Region Noachis Terra im südlichen Marshochland, wie die Europäische Weltraumorganisation ESA am Donnerstag bekannt gab. Nach Angaben des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist die Region für zahlreiche Dünenfelder bekannt, die sich am Boden großer Einschlagskrater sammeln.

Der Neukum-Krater zeige ein besonders interessantes Muster mit Dünen auf einer Fläche von etwa 12 mal 17 Kilometern, so die ESA. Die Internationale Astronomische Vereinigung hatte dem Krater bereits im September seinen neuen Namen gegeben.

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Der Wissenschaftler Gerhard Neukum war 2014 gestorben. Er hatte unter anderem das DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin geleitet und die Fachrichtung Planetologie und Fernerkundung an der Freien Universität Berlin neu aufgebaut.

Der promovierte Physiker leitete auch die Entwicklung einer hochauflösenden Stereokamera für die 2003 gestartete ESA-Mission Mars Express, deren Aufnahmen aus dem Marsorbit Erkenntnisse zur Geologie des Planeten brachten. Sie lichtete auch den Krater ab, der nun Neukums Namen trägt – und liefert dem DLR zufolge auch heute noch Bilder der Marsoberfläche. (dpa) / (mho)

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