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Maru OS: Linux-Desktop fürs Smartphone

Maru OS ist eine Android-Version für das Nexus 5, die bei Anschluss eines großen Displays ein Debian Linux mit XFCE-Desktop startet. Nach einer langen Testphase steht das Custom ROM jetzt zum allgemeinen Download bereit.

Maru OS
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Mit einem großen Display, Tastatur und Maus kann ein Smartphone durchaus einen Low-End-PC ersetzen. Ohne spezielle Anpassungen, wie sie beispielsweise der Desktop samt Fensterverwaltung von Remix OS liefert, macht Android auf großen Displays jedoch keine gute Figur.

Nach Anschluss eines Displays per Slimport-HDMI-Adapter wird dort ein traditioneller PC-Desktop angezeigt.

Maru integriert daher ein Debian Linux in seine Android-Version für das Nexus 5. Schließt man ein Display per Slimport-HDMI-Adapter an das Gerät an, startet ein LXC-Container mit Debian, der einen XFCE-Desktop mit einer Auflösung von bis zu 1920x1080 Pixeln bei 60 Hz anzeigt. Wenn man dazu per Bluetooth Tastatur und Maus anschließt, fühlt sich das wie ein PC an.

Android und Debian nutzen dabei den gleichen Kernel und teilen sich die Netzwerkverbindung von Android, sind ansonsten aber gegeneinander abgeschottet. Lediglich der für Apps beschreibbare Speicherbereich (/sdcard), in dem standardmäßig unter anderem Bilder, Downloads, Musik und Videos abgelegt werden, ist aus dem Debian-System heraus erreichbar.

Im c't-Test erwies sich der Linux-Desktop als recht gut bedienbar. Programme starteten flott, in LibreOffice konnten wir ohne Verzögerung tippen. Die wichtigsten Anwendungen liegen bei, die meisten für Debian verfügbaren Programme lassen sich übers Netz nachinstallieren. Im Test funktionierten allerdings nicht alle Anwendungen: So konnte der Audio-Recorder Audacity nicht auf die Sound-Hardware zugreifen.

Bislang war Maru lediglich als Testversion auf Einladung erhältlich. Mit der neuen Version 0.2.3 steht Maru OS jetzt allgemein zum Download zur Verfügung. Maru 0.2.3 läuft derzeit ausschließlich auf dem Google Nexus 5 (16 oder 32 GByte Speicher).

Lesen Sie den gesamten Test von Maru bei c't:

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