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Marvel's Spider-Man angespielt: Vorlauter Spinner im großen Manhattan

Spider-Man schwingt sich auf der PS4 durch die offene Spielwelt und bekämpft Superschurken, während er sein Privatleben ins Lot zu bringen versucht.

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Marvel's Spider-Man angespielt: Romantischer Spinner

(Bild: Sony)

Der Spieler lernt im PS4-Exklusivtitel Marvel's Spider-Man einen selbstbewussten und lässigen Superhelden kennen, der sich durch die atemberaubende Spielwelt Manhattans schwingt. Dabei erlebt er eine Geschichte mit vielen bekannten Charakteren aus dem Spider-Man-Universum – darunter sein Schwarm MJ und Tante May – und darf sich an zahlreichen Straßenganoven und Bossgegnern abreagieren.

Das Schwingen durch Manhattan sieht atemberaubend aus. Der Spieler kann die Aussicht so richtig genießen, da nur zwei Knöpfchen nötig sind, um Spider-Man sicher zwischen den Häuserschluchten hindurch zu lotsen. In wenigen Minuten findet der Spieler einen Rhythmus für die Bewegung durch die Stadt. Die riesige Spielwelt ist frei zugänglich. Das Schwingen, Klettern und Laufen durch die Straßen macht einen Heidenspaß, da die Passanten den ebenso großmäuligen wie liebenswerten Spinnfaden-Flegel abwechselnd beschimpfen und bejubeln, was er beides verdient hat.

So eingängig wie die Bewegung durch die Stadt ist die Bewegung in den Kämpfen nicht. Spidey begegnet in den ersten Spielstunden einer Menge verschiedenartiger Gegner, die zu bezwingen einige Fingerverrenkungen erfordert, etwa das gleichzeitige Drücken dreier Tasten. Standard-Gangster erledigt man mit Kinnhaken und Doppelkloppern, wobei man Gegner mit Schusswaffen am besten einspinnt, da wenige der erstaunlich präzisen Pistolenschüsse zu Spider-Mans Tod führen.

Marvel's Spider-Man angespielt (13 Bilder)

Peter Parker schaltet im Spielverlauf neue Anzüge mit imposanten Spezialfähigkeiten frei.
(Bild: heise online)

Den Gegnern mit Schilden sollte Spider-Man zunächst ihre Metallplatte entwenden, indem er unter ihnen hindurch schlittert und sie von hinten K.O. prügelt. Schläger mit Elektroschocker stellen eine besondere Herausforderung dar, denn sie richten weiträumigen Schaden an. Dementsprechend hält der Spieler seinen Helden stets in Bewegung und nutzt den vertikalen Aufbau der Level, indem er seinen Spider-Man Wände hinauflaufen lässt, um aus einem Pulk schwer bewaffneter Ganoven zu entkommen.

Quelle: PlayStation

Mehr als zwei Dutzend Kombos sind möglich, im Spielverlauf werden weitere Fertigkeiten freigeschaltet. Auch die verschiedenen Superhelden-Anzüge, die man sich erspielen kann, kommen mit Spezialfähigkeiten. Neben manuellen Speicherpunkten verhindert auch ein Autosave-System, dass man nach Spider-Mans Tod mehr als wenige Minuten wiederholen muss. Drei Schwierigkeitsstufen sind vorhanden, bereits die untere Stufe erfordert Wendigkeit und gutes Timing.

Entwickler Insomniac Games stellt dem Spieler nicht in jeder Mission Schurken entgegen. Manchmal muss man in Nebenmissionen etwa Luftproben aus Abgaswolken entnehmen, wozu geschicktes Schwingen in höheren Lagen nötig ist. Im Labor löst man anfangs kinderleichte Kombinationsrätsel, die hernach etwas schwieriger werden. Und in manchen Spielabschnitten ist es geschickter, sich durch das Level zu schleichen, anstatt die Gegner zu verdreschen.

Die Qualität der deutschen Sprecher schwankt. Während Peter vorwitzig klingt, tönt Peters Freund Harry, als lese ein schläfriger Erstklässler eine amtliche Verordnung. Tante Mae spricht angemessen altersweise, während der moralisch schäbige Bürgermeister die Wörter ein wenig zu stark betont. Die Dialoge passen gut zur erstklassigen Mimik und Gestik, an einigen Stellen ist die Lautstärke aber schlecht abgemischt. In Version 1.01 blieb die Bildrate selbst bei den schnellsten Verfolgungsjagden durch die New-Yorker Häuserschluchten stabil. Bei den Massenschlägereien kam es allerdings vereinzelt noch zu Rucklern.

Die Wundertüte aus dem Hause Insomniac Games kann vollauf begeistern: Die packende Hauptstory ist gespickt mit fordernden Kämpfen gegen Superschurken und Massen von taffen Schlägern; der Spieler erlebt anregende Schleich-Missionen, löst Rätsel und schwingt sich mit Gusto durch dieses weitläufige und wahnsinnig lebendige Manhattan. Marvel's Spider-Man (ab 34,95 €) ist das bisher beste Videospiel um den Spinnen-Superhelden.

„Marvel's Spider-Man“ ist exklusiv erhältlich für PlayStation 4,, die USK-Freigabe beträgt 12 Jahre. Für unser Angespielt haben wir einige Stunden lang auf einer PS4 Pro gespielt. (dahe)

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