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Maschine MK3: Erster Blick auf den neuen Musik-Controller von Native Instruments

Dank Farb-Displays und Audio-Interface mutiert die neue Maschine zum bühnentauglichen Groove-Paket, bei dem Mausgefummel der Vergangenheit angehört.

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Maschine MK3: Erster Blick auf den neuen Musik-Controller von Native Instruments

(Bild: c't)

Native Instruments hat Maschine MK3 veröffentlicht. Das Paket aus USB-Controller und Software eignet sich zum Einspielen von kompletten Dance-Tracks mit Rechnern unter Windows und macOS. Neben den üblichen Gummipads zum Einspielen von Beats bringt der neue Controller die bislang nur vom großen Studio-Modell bekannten Farb-Displays sowie ein internes Audio-Interface mit, das beispielsweise das direkte Samplen von externen Hardware-Synthesizern deutlich vereinfacht. Ein Netzteil wird zum Controller zwar mitgeliefert, ist zur Stromversorgung jedoch nicht nötig. Ein einzelnes USB-Kabel zum Rechner genügt.

Gegenüber älteren Modellen hat der Hersteller das Layout der Tasten gründlich überarbeitet. Verschiedene Modi wie Live-Drumming, Step-Sequencer, das Spielen von Melodien oder Akkorden lassen sich nun einfacher ohne Shift-Tastenkombinationen umschalten. Zudem kann man über einen horizontalen Touch-Strip Pitch, Modulationen und Effekte steuern. Selbst das Laden und Speichern von Projekten klappt nun direkt am Controller.

Die passend zum Controller veröffentlichte Version 2.69 der Maschine-Software beschleunigt unter anderem das Browsen in den riesigen Sound- und Patch-Datenbanken und unterstützt weiterhin alle alten Controller.

Die Kollegen von der c't haben die neue Maschine bereits getestet. Das Urteil: "Der neue MK3-Controller verbessert den Workflow von Maschine ungemein und ist derzeit schwer zu schlagen, wenn es darum geht, abseits des Computerbildschirms komplette Dance-Tracks zu komponieren." Zur Maus muss man nur noch in Ausnahmefällen greifen, sodass der kreative Workflow nicht unterbrochen wird.

Indes bemängelten die Tester, dass man Sounds in den kommerziellen Sample-Pakete noch immer nicht nach eigenen Kategorien sortieren und vertaggen kann. Der Anschluss von weiteren Controllern und Keyboards aus Natives Komplete-Serie sei zwar möglich, allerdings könne man mit ihnen immer nur ein Instrument zur selben Zeit spielen, und sie nicht etwa der Drums- und Bass-Spur parallel zuweisen.

Der große Studio-Controller ist mit der MK3-Version quasi obsolet geworden. Auch das interne Audio-Interface überzeugte im Labor mit soliden Messwerten, unterstützt mangels Phantomspeisung allerdings keine herkömmlichen Kondensator-Mikrofone. Mit einem Preis von 600 Euro ist Maschine MK3 nicht nur günstiger als etwaige Alternativen wie Ableton Push 2 oder Akai MPC Live, sondern punktet auch mit größerem Funktionsumfang und Bedienkomfort, urteilt c't.

Den kompletten Test lesen Sie in der kommenden c't-Ausgabe 23/17 ab dem 14. Oktober am Kiosk. (hag)

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