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Maschinen könnten ein Viertel der Arbeitsplätze übernehmen

25 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiten laut einer Analyse in einem Beruf mit hohem Substituierbarkeitspotenzial.

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Maschinen könnten ein Viertel der Arbeitsplätze übernehmen

Industrieroboter des Herstellers Kuka

(Bild: kuka.com)

Jeden vierten Job in Deutschland könnte zu großen Teilen ein Computer oder eine Maschine übernehmen. Das geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg hervor. Demnach arbeiten 25 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in einem Beruf mit hohem Substituierbarkeitspotenzial. Das bedeutet, dass mindestens 70 Prozent der Tätigkeiten in diesem Job theoretisch durch den Einsatz von computergesteuerter Technik ersetzbar sind.

(Bild: IAB)

Ein hohes Substituierbarkeitspotenzial bedeutet aber noch nicht, dass ein Arbeitsplatz tatsächlich durch einen Roboter oder einen Computer ersetzt wird. Denn für ihre Studie haben die Forscher nur die technische Machbarkeit untersucht. Wirtschaftliche, ethische oder rechtliche Aspekte spielen bei der Untersuchung keine Rolle.

Das höchste Substituierbarkeitspotenzial haben mit 58 Prozent so genannte Helferberufe. Das sind Tätigkeiten, für die keine oder eine einjährige berufliche Ausbildung absolviert wurde. Die Jobs von Fachkräften mit mindestens zweijähriger Berufsausbildung haben ein Potenzial von 54 Prozent, diejenigen von Spezialisten mit Meister- oder Technikerausbildung beziehungsweise weiterführendem
Fachschul- oder Bachelorabschluss von 40 Prozent und jene von Experten mit mindestens vierjährigem abgeschlossenen Hochschulstudium von 24 Prozent.

(Bild: IAB)

Dabei ist für die Forscher vor allem bemerkenswert, dass die Zunahme des Substituierbarkeitspotenzials zwischen 2013 und 2016 mit steigendem Anforderungsniveau kleiner wird. In den vergangenen Jahren seien also viele Techniken verfügbar geworden, die eher auf einfache Tätigkeiten ersetzen sollen, sodass das Substituierbarkeitspotenzial in den Helferberufen mit 12 Prozentpunkten am stärksten gestiegen sei, während es für die Expertenberufe um 6 Punkte stieg. (mit Material der dpa) / (anw)