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Mathematisch-technische Studiengänge gewinnen kaum an Attraktivität

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Auch für den Schulabschlussjahrgang 2006 zeichnet sich insgesamt keine Trendwende hin zu einer durchgreifend vermehrten Wahl von Informatik, Maschinenbau und Elektrotechnik ab. Dies folgt aus einer heute veröffentlichten Studie des Hochschulinformationssystems HIS.

Das HIS hat zum zweiten Mal auf Bundes- und Landesebene repräsentativ Personen, die im Schuljahr 2005/06 an allgemeinbildenden oder beruflichen Schulen die Fachhochschulreife oder das Abitur erworben haben, befragt, um ein Frühindikatorensystem zur Werdegangsplanung der Studienberechtigten zu erstellen.

Für Mathematik oder Informatik haben sich danach 4 Prozent entschieden (2005: 3 %), in die Elektrotechnik möchten 2 Prozent einsteigen (2005: 1 %). Dabei treten signifikante regionale Unterschiede auf: Studienberechtigte aus Hamburg bevorzugen mit 8 % überdurchschnittlich Informatik und Mathematik, Niedersachsen, Hessen und Rheinland-Pfälzer nur zu 2 Prozent.

Diese Fächer bleiben eine Männerdomäne: Bei den Abschlussklässlern insgesamt stieg die Beliebtheit des Maschinenbaus im Vergleich zum Jahrgang 2005 leicht um 1 Prozent an. 11 Prozent der Schüler, aber nur 1 Prozent der Schülerinnen (2005: 9 % beziehungsweise 1 %) möchten in diesen Bereich einsteigen. 7 Prozent der Schüler streben darüber hinaus ein Studium der Mathematik und Informatik, 4 Prozent der Elektrotechnik und 3 Prozent der Physik oder Geowissenschaften an. Bei all diesen Fächern liegt der Anteil der Schülerinnen nur bei 1 Prozent. Frauen entscheiden sich eher für ein wirtschaftswissenschaftliches, medizinisches, sozialwissenschaftliches oder Lehramtsstudium als Männer.

Die Studierneigung bewegt sich zwischen 63 und 75 Prozent – viele haben sich noch nicht endgültig entschlossen, ein Studium aufzunehmen. Aus den Ergebnissen des zuvor befragten Abschlussjahrgangs 2005 folgert das HIS, dass die „endgültige“ Studierquote der Studienberechtigten 2006 am oberen Rand der angegebenen Marge liegen wird. 16 Prozent der Schülerinnen und Schüler werden voraussichtlich gänzlich auf ihre Studienoption verzichten, 9 Prozent haben ein halbes Jahr vor dem Verlassen der Schule noch keinerlei konkrete Vorstellungen über ihren weiteren Bildungsweg geäußert. (fm)