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McAfee stoppt Einblick in den Quellcode

Der amerikanische Antivirenspezialist gibt im Rahmen eines grundsätzlichen Strategiewechsels seit einiger Zeit fremden Regierungen keinen Zugang mehr zum Quellcode.

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McAfee-Zentrale in Santa Clara

Die McAfee-Zentrale im kalifornischen Santa Clara.

(Bild: dpa, Norbert von der Gröben/Archiv)

Das amerikanische IT-Sicherheitsunternehmen McAfee gewährt ausländischen Regierungen im Unterschied zur bisherigen Praxis keinen Einblick in den Quellcode der Produkte. Einige Staaten wie zum Beispiel Russland fordern diese Untersuchungen, um geheime Hintertüren in fremder Software auszuschließen. McAfee traf diese Entscheidung bereits im Laufe dieses Jahres, nachdem die Firma im April 2017 aus Intel ausgegliedert wurde.

Hintergrund sind Befürchtungen, dass durch diese Quellcode-Prüfungen mögliche Schwachstellen erkannt und diese dann gezielt für Angriffe ausgenutzt würden. Laut McAfee habe es aber keine Hinweise gegeben, dass dies der Fall gewesen sei. Man habe sich zu diesem Schritt allein wegen eines grundsätzlichen Strategiewechsels entschieden.

Vor wenigen Wochen stand der russische Antivirenspezialist Kaspersky unter Beschuss, weil dieser Moskaus Geheimdienst beim Ausspähen von US-Computern geholfen haben soll. Als Reaktion will Kaspersky im Rahmen einer "Transparenzinitiative" Vertrauen zurückgewinnen und den Quellcode der eigenen Produkte für die unabhängige Überprüfung und Beurteilung bereitstellen. (chh)

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