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McAfee übernimmt VPN-Anbieter TunnelBear

Der Antivirushersteller McAfee kauft den VPN-Dienstleister TunnelBear und will das Produkt in seine Privatanwendersoftware einbauen. Offen ist, ob das Änderungen für die Privatsphäre mit sich bringt.

McAfee übernimmt VPN-Anbieter TunnelBear

(Bild: tunnelbear.com)

Das kanadische Unternehmen TunnelBear, Anbieter einer sicheren getunnelten Internetverbindung für mehr Anonymität im Netz (VPN, Virtual Private Network), gehört nun McAfee. Das teilt TunnelBear in einem Blogbeitrag mit. Der Kaufpreis wurde nicht genannt. Der US-amerikanische Antivirus- und Security-Konzern McAfee beabsichtigt, den VPN-Dienst in sein Privatanwenderprodukt Safe Connect zu integrieren.

TunnelBear tritt in der Mitteilung indirekt etwaigen Befürchtungen entgegen, dass sich durch die Übernahme an dem Produkt oder dem Maß an Anonymität etwas ändern könnte. Man wolle das Produkt weiterhin anbieten sowie die öffentlichen Auditierungen beibehalten.

McAcfee werde zudem sämtliche Mitarbeiter übernehmen. Man freue sich über die Unterstützung des Konzerns und hoffe, durch die Übernahme mehr Kunden zu gewinnen. TunnelBear hat nach eigenen Angaben 22 Millionen VPN-Benutzer – wie viele davon die kostenlose Basisversion mit beschränktem Datenvolumen verwenden, gibt das Unternehmen nicht an.

Offen ist allerdings, ob die derzeit in Kanada beheimateten Server mit den Kundendaten in die USA umziehen sollen und sich damit die Rechtslage ändern würde. Bislang ist lediglich davon die Rede, dass das Entwicklerteam in Toronto bleibt. Etwas unverbindlich sind zudem die Äußerungen zum Thema Privacy Policy: Da TunnelBear nun zu einem US-Konzern gehöre, änderten sich auch die Erwartungen und Anforderungen an den Datenschutz. Man sei um Transparenz und Vertrauen bemüht und werde "Fortschritte" offenlegen. Die aktuelle Privacy Policy von TunnelBear stammt vom 20. April 2017.

McAfee war 2010 von Intel übernommen und im April 2017 wieder als eigenständiges Unternehmen ausgegliedert worden. Im Zuge eines Strategiewechsels hatte das Unternehmen kürzlich den Einblick in den Quellcode seiner Software gestoppt.

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