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Media Markt-Expansion in China steht auf dem Prüfstand

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Der Handelskonzern Metro bereitet Medienspekulationen zufolge den Rückzug seiner Tochtergesellschaft Media Markt aus China vor. Tatsache ist bisher jedoch nur, dass die vor rund zwei Jahren gestartete Testphase mit Elektronikmärkten im Großraum Shanghai Ende 2012 ausgelaufen ist. Dem Vernehmen nach steht das weitere Engagement derzeit auf dem Prüfstand. Eine offizielle Stellungnahme seitens der Metro liegt bisher nicht vor.

Um die Expansion in den chinesischen Markt vorantreiben zu können, hatte der Düsseldorfer Handelskonzern 2009 ein Joint Venture mit der chinesischen Foxconn Technology Group auf den Weg gebracht, an dem die Metro eine Mehrheitsbeteiligung von 75 Prozent hielt. Zuletzt war die Zahl der Filialen in und um die Hafenstadt Shanghai auf sieben angewachsen. Der ursprüngliche Plan sah bis zu 100 Media Märkte bis 2015 vor. Doch während die Expansion in China auch ein umstrittener Punkt in der schier endlosen Auseinandersetzung mit Media-Markt-Gründer Erich Kellerhals ist, sieht sich Konzernchef Olaf Koch mit der dringenden Notwendigkeit konfrontiert, die Profitabilität der Metro nachhaltig zu verbessern.

Denn im ersten Quartal 2012 rutschte der Konzern in die roten Zahlen – primär aufgrund von Investitionen in "bessere Preise und zusätzliche Kundenservices" bei der Tochtergesellschaft Media-Saturn, wie Koch damals erklärte. Die Maßnahmen bei der Elektronikmarktkette wurden notwendig, nachdem diese – zum zweiten Mal in der Firmengeschichte – einen Verlust ausweisen musste. Auch beim Onlinegeschäft, auf das Konzernchef Koch große Hoffnungen setzt, kam Media-Saturn nicht im gewünschten Maße voran. Den Löwenanteil der Onlineerlöse steuerte noch immer der hinzugekaufte Etailer Redcoon.de bei. Trotz der beiden frisch eröffneten Webshops kam der Onlineumsatz bei Media-Saturn nicht über 3,3 Prozent hinaus. (map)