MediaGoblin: GNU-Projekt für dezentrales Media-Sharing

Das MediaGoblin-Projekt bittet um Spenden für die Weiterentwicklung seiner Media-Publishing-Software fürs Web. Mit der Software lassen sich dezentral Bilder, Videos und Audio-Dateien, aber auch Präsentationen und 3D-Models veröffentlichen.

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Von
  • Liane M. Dubowy

In einer MediaGoblin-Instanz lassen sich unter anderem Audio-Datein veröffentlichen.

(Bild: mediagoblin.org )

Die freie Software MediaGoblin wird im Rahmen eines GNU-Projektes entwickelt und steht unter der GNU AGPLv3. Sie ist in Python geschrieben und wird von einer Community von über 75 Entwicklerinnen und Entwicklern vorangetrieben. Server-Administratoren können MediaGoblin selbst installieren und so eine dezentrale Instanz zum Veröffentlichen von Medien schaffen.

Statt Bilder, Videos, Audiodateien, Präsentationen und 3D-Models auf den zentralen Servern eines großen, kommerziellen Unternehmens zu veröffentlichen, wo sie unter Umständen der Zensur und Überwachung unterliegen, will das Projekt es ermöglichen, viele kleine, dezentrale Server für diesen Zweck zu betreiben, die sich untereinander vernetzen lassen. Viele Funktionen wie ein Plug-in-System, Unterstützung für 3D-Models, Dokumente und PDF-Dateien oder Authentifizierungs-Plug-ins für Mozilla-Personas, OpenID und LDAP wurden bereits implementiert.

Mit Hilfe einer Fundraising-Kampagne sollen weitere Funktionen umgesetzt werden, darunter beispielsweise die Verknüpfung verschiedener MediaGoblin-Instanzen via Pump-API sowie Podcast-Support. Mindestens 35.000 US-Dollar möchte die Kampagne einnehmen, um diese Funktionen entwickeln und Version 1.0 der Software fertig stellen zu können. Wird mehr gespendet, können weitere Funktionen eingebaut werden. Das Projekt hat hierfür weitere Stretch-Goals definiert. Bislang sind bereits über 7.300 US-Dollar an Spenden eingegangen. Geplant sind unter anderem Privatsphäre-Funktionen und die Möglichkeit des Private Sharing, um Medien gezielt nur mit bestimmten Personen zu teilen.

Auf Seiten wie LibrePlanet.org und OpenVideo Productions ist die Software bereits im Einsatz. Der Code steht in einem Git-Repository zur Verfügung. (lmd)