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Medienstudie: TV immer noch wichtigste Informationsquelle

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Zur politischen Meinungsbildung, über Deutschland und das Weltgeschehen informieren sich 14- bis 29-Jährige laut einer Medienstudie am liebsten über das Fernsehen – vor der Quelle Internet. Regionale Informationen holt sich diese Altersgruppe an erster Stelle aus Zeitungen (40 Prozent), wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Studie "Informationsrepertoires der Deutschen" (PDF-Datei) des Hamburger Hans-Bredow-Instituts hervorgeht.

Wenn es hingegen um eigene Interessensgebiete geht, ist das Internet für die jungen Nutzer als vorrangige Quelle unschlagbar (38 Prozent). Das Medieninstitut ließ dafür zwischen dem 19. Mai und 3. Juli 2011 repräsentativ 1007 Menschen im Alter ab 14 Jahren telefonisch befragen.

Über alle Altersgruppen hinweg ist das Fernsehen laut Studie das wichtigste allgemeine Informationsmedium (30 Prozent). Es hat diese Spitzenposition speziell auch bei Informationen über Politik, Weltgeschehen und Deutschland inne (mehr als 40 Prozent). Ein Viertel der Befragten informiert sich allgemein in Zeitungen, die vor Radio (19 Prozent) und Internet (18 Prozent) liegen. Wer mehr über seine Region wissen will, nutzt eher die Zeitung (42 Prozent) als Hörfunk und Fernsehen (je 19 Prozent) oder das Internet (8,6 Prozent).

Ohne Konkurrenz aus dem Internet: Das Titelbild der Tagesschau nach 1984

(Bild: tagesschau.de)

Die "Tagesschau" (ARD) ist für alle Altersgruppen laut Studie die Info-Quelle schlechthin für politische Themen (29 Prozent) und verweist die Suchmaschine Google (6,8 Prozent), das Boulevardblatt "Bild" (6,0) und die "heute"-Nachrichten des ZDF (5,6) auf die Plätze.

Auch die 14- bis 29-Jährigen holen sich Politik-Wissen an erster Stelle bei den 20-Uhr-Nachrichten im Ersten (28,1), die für die Jüngeren in ihrer Quellennutzung mit Abstand vor mehreren Internet-Anbietern liegt. Es folgen spiegel.de (12 Prozent), google.de (11), web.de (9) und facebook.com (7,5).

Die 30- bis 59-Jährigen stützen sich hauptsächlich auf das ARD-Traditionsformat (26 Prozent), gefolgt vom "Bild" (7,3 Prozent). Wer über 60 Jahre alt ist, verlässt sich maßgeblich bei seiner Meinungsbildung auf traditionelle Nachrichtensendungen der öffentlich-rechtlichen Anbieter. (dpa) / (axk)

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