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Medienwandel: Annals of Improbable Research will Papierformat aufgeben

Die Digitalisierung macht selbst vor den modernsten Leuchttürmen des Wissens nicht Halt: Das viel beachtete Medium für absurde Forschung will auf PDF-Auslieferung umstellen. Schwierig scheint aber die Frage der Plattform zu sein.

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Medienwandel: Anals of Improbable Research will Papierformat aufgeben

(Bild: Annals of Improbable Research)

Das zweimonatlich erscheinende Periodicum, Annals of Improbable Research (AIR), Nachfolger des Journal of Irreproducible Results, sieht sich wie der Großteil der Print-Branche zunehmend unter Druck und sucht nach neuen Vertriebswegen. Künftig soll das Fachblatt für Forschung, die zunächst zum Lachen, dann aber zum Denken anregt, digital ausgeliefert werden. Bloß wie? Die Herausgeber bitten Leser um technischen Ratschlag, der über die Zukunft des Magazins entscheiden könnte. Gesucht wird ein "gutes, zuverlässiges System" zum Verkauf von PDFs.

Der Umstieg von Papier auf PDFs solle schrittweise und ohne Hast erfolgen. Den Schritt planen die Herausgeber nach eigenem Bekunden, weil sie als kleine Organisation zwar gut darin seien, Forschungsergebnisse zu vermitteln, aber nicht so gut in der Handhabe von Papierabonnements, die Unvorhersehbarkeiten, Komplexitäten und Zusammenbrüche der Postsysteme und Vertriebsagenturen einschließen. "Diese Dinge", so das AIR, hätten die eigenen Mitarbeiter, aber auch Abonnenten in den Wahnsinn getrieben ("Those things have been driving us (and some of you, our ever-patient, beloved subscribers) nuts").

Die hilfesuchenden Publizisten haben ihre Anforderungen veröffentlicht und immerhin schon mal ein System ausgemacht, das vielversprechend sei, nämlich Gumroad. Offenbar ernstgemeinte Zuschriften erwartet AIR-Mitarbeiter Marc Abrahams unter seiner Mail-Adresse. (dz)

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