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Technology Review

Medikament gegen Alzheimer lässt in Tests Hirn-Plaques verschwinden

Ein neuer Wirkstoff zur Behandlung von Alzheimer-Patienten zeigt in einer Pilotstudie großes Potenzial. Nun muss erforscht werden, ob sich mit ihm tatsächlich die Symptome der Krankheit und das Absterben von Nervenzellen bekämpfen lassen.

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Medikament gegen Alzheimer lässt in Tests Hirn-Plaques verschwinden

Trotz vieler Versuche hat es bislang kein einziges Medikament zur Bekämpfung der Alterskrankheit Alzheimer auf den Markt geschafft. Neue Hoffnung weckt jetzt ein Wirkstoff des US-Unternehmens Biogen: In einer Pilotstudie ließ er die Ablagerungen ("Plaques") im Gehirn, die weithin als Ursache der Krankheit gelten, fast vollständig verschwinden. Das geht aus einem Beitrag in der Fachzeitschrift Nature hervor.

Wie Technology Review im Beitrag "Hoffnung für die Alzheimer-Therapie" berichtet, ist allerdings noch offen, ob das Verschwinden der Plaues tatsächlich das Absterben von Nervenzellen und Gedächtnisverluste verhindert. Dies würde potenziell nicht nur Millionen Menschen helfen, sondern auch endgültig die verbreitete Theorie bestätigen, dass die Ablagerungen die Ursache von Alzheimer sind. Manche Forscher bezweifeln das und sehen ihr Auftreten stattdessen als Nebenerscheinung der Krankheit an.

Laut Alfred Sandrock, medizinischer Leiter von Biogen, enthalten die bislang gesammelten Daten "Hinweise" darauf, dass der Wirkstoff das Voranschreiten der Krankheit tatsächlich verlangsamt. Zwei größere Phase-III-Studien mit 2.700 Freiwilligen zur Überprüfung dieser Hypothese haben bereits begonnen. Wenn sich die Wirkung bestätigen lässt, könnte das Medikament breit und präventiv eingesetzt werden, so wie es heute mit Statinen zur Cholesterinsenkung als Vorbeugung gegen Herzinfarkte üblich ist.

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