IFA

Medions Touchscreen-Reader kommt zum Weihnachtsgeschäft

Der Elektronik-Anbieter hat auf der IFA seinen E-Book-Reader vorgestellt. Der Touchscreen-Reader mit E-Ink-Display soll sich durch einen per WLAN angebundenen E-Book-Shop auszeichnen.

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Von
  • Achim Barczok

Medion präsentiert auf der IFA (Halle 8.2, Stand 103) einen E-Book-Reader mit WLAN-Modul und Touchscreen. Wie Amazons Kindle und Sonys E-Book-Reader verfügt er über ein E-Ink-Display ohne aktive Hintergrundbeleuchtung, das für lange Laufzeiten und angenehmes Lesen sorgen soll. Über den Touchscreen kann der Anwender die Menüs bedienen, per Wisch blättern oder mit dem mitgelieferten Stylus Notizen schreiben.

Der Touchscreen-Reader von Medion greift per WLAN auf den E-Book-Shop des Herstellers zu.

(Bild: heise mobil)

Als Besonderheit hat der Reader ein WLAN-Modul integriert, über das Nutzer E-Books im Epub-Format in einem Online-Shop kaufen können. Auf der Messe war der Zugang zum Medion eBook Shop noch nicht implementiert. Hat sich der Anwender mit seiner Adobe ID auf dem Reader eingeloggt, kann er auch kopiergeschützte Bücher direkt aufs E-Book laden – bei den meisten Konkurrenzreadern ist dafür der Umweg über den Computer erforderlich. Ein deutscher Buchhändler mit größerem E-Book-Portfolio soll mit im Boot sein, den Namen verriet Medion noch nicht. Es könnte sich aber um Libri oder Thalia handeln, die beide auf der IFA präsent sind und Neuheiten ankündigen wollen.

Abgesehen vom Touchscreen und WLAN bietet der etwa 220 g schwere Reader eher Standardkost. Das 6-Zoll-Display löst mit 800 × 600 Pixel auf, der integrierte Speicher von 2 GByte lässt sich per microSD erweitern. Der Akku soll für etwa 8000 Seitenwechsel reichen. Als E-Book-Formate erkennt der Reader außer Epub mit und ohne Kopierschutz auch PDF, HTML, DOC und Mobipocket (ohne Kopierschutz). Eine Reflowfunktion, die PDF-Dokumente unter Aufgabe des Layouts an den Bildschirm anpasst, fehlt. Wie die meisten E-Book-Reader zeigt er auch diverse Bildformatean und spielt MP3-Dateien ab.

Die Hardware dürfte vom taiwanischen E-Book-Spezialisten Netronix stammen, der einen optisch identischen Reader als E60810 auf seiner Webseite listet. Dessen ukrainischer Partner Pocketbook hatte auf einigen Veranstaltungen ein in puncto Hard- und Software weitgehend identisches Gerät unter dem Namen Pocketbook 602 vorgeführt.

Die Software soll laut Medion weitgehend fertig sein und Ende November oder Anfang Dezember auf den Markt kommen. Der Preis soll unter 200 Euro liegen. Im nächsten Jahr ist eine Variante mit UMTS-Modul geplant. (acb)