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Technology Review

Medizin-Hacker bauen künstliche Bauchspeicheldrüsen für Diabetiker

Messgeräte und Insulipumpen haben vielen Diabetikern das Leben sehr erleichtert. Manchen von ihnen geht es damit aber nicht schnell genug voran – sie haben die vorhandene Technik in Eigenregie weiterentwickelt.

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Medizinhacker bauen künstliche Bauchspeicheldrüsen für Diabetiker

(Bild: OpenAPS-Projekt)

Weil sie nicht warten wollen, bis kommerzielle Lösungen fertig und zugelassen sind, haben Diabetiker und Eltern von Kindern mit Diabetes in den USA ein System entwickelt, mit dem die Insulinzufuhr automatisch geregelt wird. Die Hardware dafür besteht aus Insulinpumpe, Glukose-Sensor, einem Raspberry-Minicomputer und einem Funkstick, selbst geschriebene Software ermittelt auf Grundlage der Messdaten die jeweils angemessene Insulinzufuhr. Das berichtetet Technology Review online in „Bauchspeicheldrüse, selbstgebastelt“.

Zu den Pionieren auf diesem Gebiet zählen die Diabetikerin Dana Lewis und ihr Ehemann Scott Leibrand, Netzwerktechniker bei Twitter, die im Februar 2015 Pläne für ihre künstliche Bauchspeicheldrüse als das Open-Source-Projekt Open APS online stellten. Weil sonst Ärger mit der US-Medizinbehörde FDA drohen würde, müssen sich Interessierte allerdings trotzdem tief in das Thema einarbeiten und einen guten Teil der Programmierarbeit selber leisten.

Mittlerweile wurde das Konzept laut Open APS etwa 50-mal umgesetzt. Auch die Medizintechnikbranche arbeitet intensiv an Geräten, die das Leben für Diabetiker einfacher und sicherer machen, ist den Hackern dabei aber immer einen Schritt hinterher: Im Rahmen von Open APS entstehen bereits die ersten Systeme, die nicht nur die Insulinzufuhr herauf- und herunterregeln, sondern bei Bedarf auch Glucagon verabreichen, das die entgegengesetzte Wirkung hat.

Mehr dazu bei Technology Review online:

(sma)

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