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Medizin-Nobelpreis für zwei Krebsforscher

Der Nobelpreis für Medizin geht an die Immunologen James P. Allison und Tasuku Honjo. Sie haben den Weg für neue Krebstherapien bereitet.

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Medizin-Nobelpreis für zwei Krebsforscher

(Bild: Nobelprize1 / Jonathunder / cc by-sa 3.0 )

Den diesjährigen Nobelpreis für Medizin teilen sich der US-Amerikaner James P. Allison und der Japaner Tasuku Honjo. Den beiden Forschern sei es gelungen, herauszufinden, wie sich angeborene Immunsystem zugunsten neuartiger Krebstherapien nutzen lässt, begründete das Nobelpreis-Komitee des Stockholmer Karolinska-Instituts am Montagmorgen seine Entscheidung. Die Auszeichnung ist mit umgerechnet 870.000 Euro dotiert.

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Körpereigenes Immunsystem gegen Krebs

Der heute 70-jährige Immunologe James P. Allison vom MD Anderson Cancer Center der University of Texas hat als erster die sogenannten Checkpoints der T-Zellen systematisch erforscht. Damit ebnete er in den neunziger Jahren den Weg für die heutigen Immuntherapien. Er selbst entwickelte einen künstlichen Antikörper gegen das von ihm entdeckte T-Zellen-Oberflächenmolekül CTLA4. Tasuku Honjo von der Kyoto University entdeckte ein anderes Protein, das in einem anderen Mechanismus ebenfalls als Bremse des Immunsystems fungiert. Die Therapien, die den Ansatz des 76 Jahre alten Japaners nutzen, sind dem Nobelpreis-Komitee zufolge im Kampf gegen Krebs sehr effektiv.

Mit dem Medizin-Nobelpreis startet die Bekanntgabe der Preisträger in dieser Woche. Am Dienstag und Mittwoch werden zum Beispiel die Träger des Physik- und des Chemie-Preises benannt. Die feierliche Vergabe aller Auszeichnungen findet am 10. Dezember statt, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel.

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(inwu)

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