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Megaupload-Gründer Schmitz bleibt in Haft

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Der Megaupload-Gründer Kim Schmitz alias Dotcom bleibt weiter im Gefängnis: Zwei Wochen nach seiner Festnahme in Neuseeland verwarf ein Richter in Auckland den Widerspruch des schillernden Internet-Unternehmers gegen die Ablehnung einer Freilassung auf Kaution. Vergeblich versicherte der aus Deutschland stammende Kim Schmitz, der sich Dotcom nennt, dass er nicht die Absicht habe, das Land zu verlassen: "Ich will hier bleiben, kämpfen und mein Geld zurückhaben. Was soll ich denn in Deutschland mit fünf Kindern und einer Frau ohne Geld?"

Die USA betreiben die Auslieferung des 38-Jährigen und dreier ebenfalls inhaftierter Megaupload-Manager. Sie wollen die Beschuldigten unter anderem wegen massiver Urheberrechtsverletzungen vor Gericht stellen. Der neuseeländische Richter Raynor Asher befand zum Abschluss der Anhörung am Freitag in Auckland, es bestehe weiterhin Fluchtgefahr. Möglicherweise seien bei der Razzia am 20. Januar nicht alle Geldmittel Dotcoms eingefroren worden, sodass dieser die Möglichkeit hätte, außer Landes zu gehen.

Unterdessen warten zwei auf Kaution freigelassene Mitbeschuldigte seit dem 26. Januar auf ihre vorläufige Haftentlassung. Es sei noch keine validierte Adresse gefunden, an der man die beiden melden könnte, berichtete der New Zealand Herald heute. Die Beschuldigten haben dem Artikel zufolge absolutes Internet-Nutzungsverbot. (hob)

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