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Mehr 3D-Fernseher verkauft als erwartet

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Zwingend fürs räumliche Fernsehen benötigt: 3D-Brillen.

Der Absatz von 3D-Fernseher übertrifft die Erwartungen der Unterhaltungselektronik-Branche: 178.000 3D-fähige Geräte wurden nach Angaben der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) im vergangenen Jahr verkauft. "Wir sind mit diesem Ergebnis außerordentlich zufrieden", wird der gfu-Aufsichtsratsvorsitzende Rainer Hecker zitiert. Die Erwartungen seien übertroffen worden. Tatsächlich hatten Marktforscher von der GfK für 2010 einen Absatz von 150.000 Geräten prognostiziert, zuvor war man sogar noch von deutlich weniger ausgegangen.

Insgesamt wurden 2010 in Deutschland rund 9,7 Millionen Flachbildfernseher verkauft. Der Anteil der 3D-Geräte entspricht also etwa 1,8 Prozent. Während bislang nur höherklassige TV-Geräte mit Bildschirmdiagonalen jenseits der 40 Zoll mit der 3D-Funktion ausgestattet wurden, soll die Technik laut gfu auch in Geräteklasse mit kleineren Bildschirmen Einzug halten. "Damit schafft die Industrie die Basis für eine noch schnellere Entwicklung des 3D-Markts", heißt es in der gfu-Mitteilung. Experten vermuten, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis 3D zum Standardfeature in allen Fernsehern wird.

Großen (Kosten-)Aufwand müssen die Hersteller zumindest für die zur Zeit dominante Shuttertechnik nicht betreiben: Die für flimmerarmes 3D notwendige Bildwiederholfrequenz von 120 Hertz beherrschen viele Panels ohnehin, ansonsten muss lediglich die Eingangselektronik für HDMI-1.4-Signale fitgemacht werden. Shutterbrillen und den für die Synchronisierung nötigen Infrarot-Emitter lassen sich die Hersteller in vielen Fällen extra bezahlen. Bislang sind die Brillen der einzelnen Hersteller nicht kompatibel. Laut gfu engagiert sich die Industrie aber in "Initiativen zur Standardisierung von 3D-Brillen". (jkj)