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Mehr Interesse als am Super Bowl: Fußball-WM beschert Facebook Rekorde

Auf Facebook wurde über das WM-Finale zwischen Deutschland und Argentinien noch intensiver diskutiert als beim jüngsten Super Bowl. Das soziale Netzwerk hat nun ein eigenes Fazit gezogen.

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Die deutsche Fußballnationalmannschaft hat auf ihrem Weg zum vierten Stern auch auf Facebook einige Rekorde gebrochen. Laut Facebook kam es bei dem Spiel zu 280 Millionen Interaktionen, eine neue Bestmarke noch vor dem jüngsten Super Bowl XLVII mit damals 245 Millionen Interaktionen. Insgesamt äußerten sich demnach 88 Millionen Menschen auf Facebook zum deutschen Finalsieg. Auf Twitter wurden zum Schlusspfiff des Finales zwischen Deutschland und Argentinien so viele Tweets gleichzeitig abgesetzt wie noch nie zuvor.

Die deutschen Spieler hatten jedenfalls den größten Grund zu Feiern.

(Bild: Lukas Podolski)

Am intensivsten war das Mitteilungsbedürfnis auf Facebook demnach bei US-Bürgern, vor jenen aus Brasilien und Argentinien. Der spätere Weltmeister kam hier auf Platz 4. Dafür landete die Elf von Joachim Löw in anderen Statistiken auch über die gesamte WM gesehen ganz weit vorne. So sorgte sie laut Facebook für den "sozialsten" WM-Moment. Noch vor dem Finalspiel landete hier Sami Khediras 0:5 (29. Minute) gegen Brasilien. Auf Platz drei kam das 0:4 von Toni Kroos im selben Spiel, vor Mario Götzes Siegtreffer im Finale. Erst auf Platz 5 landete mit Neymars Tor im Auftaktmatch gegen Kroatien eine Szene aus einem Spiel ohne deutsche Beteiligung.

Neymar vor Messi

Brasiliens Superstar Neymar führt dagegen die Liste der Spieler an, über die auf Facebook am meisten gesprochen wurde, noch vor Lionel Messi (Argentinien) und Cristiano Ronaldo (Portugal). Thomas Müller erreichte in dieser Zählung als bester Deutscher Platz 7, direkt vor Mesut Özil. Für den meisten Diskussionsstoff sorgte die Weltmeisterschaft dabei unter den Brasilianern. Dort äußerten sich mit 55 Millionen Nutzern nicht nur so viele zu dem Thema, wie nirgendwo sonst. Auch dass das 57 Prozent aller brasilianischen Facebook-Nutzer sind, ist ein Spitzenwert. Deutschland landete mit 5 Millionen an den Konversationen beteiligten Nutzern in beiden Statistiken nicht unter den Top 5.

Unter den Spielern lohnte sich die WM vor allem für Brasiliens Neymar. Er gewann in den vier Wochen insgesamt fast 15 Millionen neue Fans. Sein Mannschaftskollege David Luiz kam im gleichen Zeitraum auf einen Zuwachs um mehr als 11 Millionen. In relativen Zahlen war dagegen der Niederländer Memphis Depay am erfolgreichsten, die Zahl seiner Fans auf Facebook versiebenfachte sich fast. Damit landete er noch deutlich vor dem US-Torwart Tim Howard (+ 334 Prozent).

Welches Ergebnis am Ende wirklich zählt, hat Thomas Müller knapp zusammengefasst.
Erfolgsrezept Selfie

Zu guter Letzt listet Facebook noch auf, welche Beiträge von Spielern (beziehungsweise deren Presseteam), das meiste Feedback erzeugten. Hier erreichte ein "Selfie" von Neymar und Thiago Silva die Spitze, vor einem Bild von Cristiano Ronaldo mit einer Melone, die ihm quasi aus dem Gesicht geschnitten scheint. Danach folgen bis Platz 10 nur noch Beiträge von brasilianischen und argentinischen Spielern. (mho)

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