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Mehr Reichweite, rasantere Beschleunigung: Tesla rüstet Spitzenmodelle mit größeren Akkus auf

Der Elektroauto-Hersteller Tesla will die Vorzüge strombetriebener Fahrzeuge mit Sportwagen-Qualitäten demonstrieren. Die rasantere Beschleunigung wird allein durch einen größeren Akku erreicht.

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Tesla rüstet Spitzenmodelle mit größeren Batterien auf

(Bild: Tesla)

Tesla baut jetzt nach eigenen Angaben die Serienautos mit der schnellsten Beschleunigung und will damit ein Zeichen für Elektromobilität setzen. Die am Dienstag angekündigten Fahrzeuge der Limousine Model S mit größeren Akkus schafften es von null auf 60 Meilen pro Stunde (96,5 km/h) in 2,5 Sekunden, sagte Firmenchef Elon Musk.

Nur zwei Straßensportwagen weltweit – Ferraris Hybrid-Sportwagen LaFerrari und Porsches Hybrid 918 Spyder – könnten schneller beschleunigen. Sie seien aber im Gegensatz zu den Teslas keine in Serie produzierten Wagen, erklärte Musk. Damit stelle Tesla nun die schnellsten Serienautos der Welt her. Sowohl Porsche als auch Ferrari bezeichnen ihre Super-Sportwagen allerdings selbst als Serienfahrzeuge.

"Das ist ein Zeichen dafür, dass Elektroautos die Zukunft sind", meint Musk zu dem neuen Akku und den damit erzielten Beschleunigungs- und Reichweite-Werten. Mit den 100-kWh-Akkus soll die Reichweite beim Model S auf 613 Kilometer und auf 542 Kilometer beim SUV Model X steigen. Der Preis soll bei 135.000 Dollar starten. Die Verfügbarkeit sei derzeit aber eingeschränkt, weil die Produktion der größeren Akku-Packs komplexer sei, sagte Musk.

Tesla Model X (5 Bilder)

Das Model X auf der Bühne
(Bild: Tesla Motors)

Mit dem eingenommenen Geld für die Top-Versionen solle auch die Entwicklung des für kommendes Jahr angekündigten günstigeren Model 3 finanziert werden, bei dem Tesla den Preis auf rund 35.000 Dollar drücken will, betonte er. Das Unternehmen hatte rund 400.000 Vorbestellungen für Model 3 bekommen, jetzt soll die Produktion schon bis 2018 von zuletzt gut 50.000 auf 500.000 Fahrzeuge pro Jahr hochgeschraubt werden, zwei Jahre früher als ursprünglich anvisiert.

Die 100-kWh-Akkus seien die größten, die Tesla aktuell produzieren könne, hieß es. Sie bestünden zwar aus den gleichen kleinen einzelnen Zellen, wie vorherige Akku-Versionen – erforderten aber eine neue Architektur. Für zukünftige Fahrzeuge würden neue Akkus gemeinsam mit Panasonic entwickelt.

Musk hielt sich an das Thema der größeren Akku-Packs und wollte sich nicht zum Fahrassistenzsystem "Autopilot" äußern, das nach einem tödlichen Crash und einigen weiteren Unfällen in die Kritik geraten war. Er wiederholte lediglich, dass die anstehende nächste Software-Version Verbesserungen enthalten werde. Das Fahrassistenzsystem wird derzeit von US-Regulierungsbehörden geprüft.

Tesla Model 3 (5 Bilder)

(Bild: Tesla Motors)

(dpa) / (kbe)

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