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Mehr Stahl für Spieler: Ubisoft entschärft For-Honor-Abzocke nach Boykott-Drohungen

Ubisoft erleichtert Spielern das Sammeln von Stahl – bis zu 45 Prozent mehr Einheiten lassen sich demnach täglich innerhalb der ersten beiden Spielstunden sammeln.

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Mehr Stahl für Spieler: Ubisoft entschärft For-Honor-Abzocke
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Ubisoft hat auf die teils heftige Kritik zum Bezahlmodell im Kampfspiel For Honor reagiert. Das Update vom 30. März sorgt dafür, dass Spieler zwischen 25 und 50 Prozent mehr Einheiten von der Ingame-Währung Stahl erhalten, die sich wiederum gegen zusätzliche Ausrüstungsgegenstände tauschen lässt. Laut Ubisoft sorgen die Änderungen dafür, dass Spieler täglich innerhalb der ersten beiden Spielstunden um bis zu 45 Prozent mehr Stahl sammeln können. Die Änderungen sollen für die PC- und Konsolenversionen gleichermaßen gelten. Dazu erhalten alle Spieler für drei Tage den Status "Champion" als Entschädigung für den achtstündigen Serverausfall vom 28. März.

For Honor (24 Bilder)

Mit den neuen Maßnahmen können Spieler zwar schneller größere Mengen an Stahl anhäufen, um Zusatzgegenstände zu kaufen. Dennoch dürfte es weiterhin sehr lange dauern, bis man tatsächlich alles freigespielt hat. Vor dem Patch rechnete ein verärgerter Reddit-Nutzer aus, dass es mehr als zweieinhalb Jahre dauern würde, um bei täglichen Spielen die benötigte Menge von rund einer Million Einheiten Stahl zu sammeln, um alle Gegenstände, Animationen, Outfits und Finishing-Moves freizuschalten.

For Honor (6 Bilder)

For Honor benötigt eine ständige Internet-Verbindung, um überhaupt zu starten.

Alternativ kann man die Zusatzgegenstände durch den Kauf von Stahl-Paketen mit Echtgeld erwerben – dies würde insgesamt 732 US-Dollar kosten. Das erzürnte eine große Schar von Spielern, denn Ubisoft bietet das Spiel nicht kostenlos, sondern zum Vollpreis von mindestens 50 Euro an. So entstehen schnell Kostenfallen für Spieler, die Ubisoft mit diesem Geschäftsmodell offenbar bewusst in Kauf nimmt.

Um dem Sturm der Entrüstung zu trotzen, äußerte sich der Game Director Damien Kieken per Video und verteidigte das kritisierte Geschäftsmodell als Design-Philosophie – so habe man nie das Ziel gehabt, dass Spieler tatsächlich alle Ausrüstungsgegenstände im Spiel freischalten könnten. Die Aussage Kiekens führte nicht etwa zum Abklingen des Community-Ärgers, sondern peitschte ihn stellenweise sogar eher auf. Ubisoft schaltete die Kommentare zum Youtube-Video vorsorglich ab. Im Reddit-Forum machten zahlreiche Spieler ihrem Ärger Luft – auch noch nach dem jüngsten Stahl-Update – und drohen mit Boykott.

Im Nahkampfspiel For Honor stürmen Spieler mit Rittern, Samurai und Wikingern Burgen und Festungen – jeweils mit unterschiedlichen Waffen und Spielstilen. Sowohl im Einzel- als auch Mehrspielermodus fordert das Spiel eine permanente Internet-Verbindung.

(mfi)