Mehr Telefon- und Internetanschlüsse wegen Straftaten überwacht

Die Zahl der im Zusammenhang mit Ermittlungen überwachten Anschlüsse ist 2018 gegenüber 2017 um 4,4 Prozent gewachsen.

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(Bild: dpa / Christian Charisius)

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Zur Überführung von Straftätern sind in Deutschland 2018 mehr Telefon- und Internetanschlüsse überwacht worden als im Jahr zuvor. Insgesamt sei die Zahl der überwachten Anschlüsse um 4,4 Prozent auf 19.474 gestiegen, teilte das Bundesamt für Justiz am Mittwoch in Bonn mit. Dagegen sank die Zahl der Ermittlungsverfahren, in denen Gerichte Überwachungen anordneten, um 9,3 Prozent auf 5104.

Die meisten Verfahren mit Telekommunikationsüberwachung gab es demnach in Bayern mit 1225, gefolgt von Hessen (767), Baden-Württemberg (624), Berlin (383), Sachsen-Anhalt (369) und Niedersachsen (356).

Mit Abstand am häufigsten – in 7846 Fällen – kam die Überwachung in Verfahren zu Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz zum Einsatz. Zur Aufklärung von Betrug und Computerbetrug wurden 2874 Anschlüsse überwacht, wegen Bandendiebstahls 2341. Im Zusammenhang mit Mord und Totschlag zapften Ermittler 1895 Telefon-, Mobilfunk- oder Internetanschlüsse an, geht aus der Statistik des Bundesamts für Justiz hervor.

18.785 Überwachungsanordnungen betrafen Mobilfunkanschlüsse, 9746 Internetkommunikation und 3492 das Festnetz. Bei der Anzahl der Überwachungsanordnungen unterschieden nach Art der Kommunikation – 32.022 – sind Mehrfachnennungen möglich. ([i]mit Material der dpa[/i|) / (anw)