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Mehr als ein Update: Playbook 2.0

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Der Blackberry-Hersteller RIM (Research in Motion) hat am Dienstag die Version 2.0 des Playbook OS zum Download bereitgestellt, mit dem sich das 7-Zoll-Tablet vom Smartphone-Sidekick zum autonomen Tablet mausert, das nun als interessante Alternative neben iPad und Android-Tablets steht. Zugleich bieten die Neuerungen einen Vorgeschmack auf das zum Jahresende erwartete Blackberry OS 10.

RIM Playbook 2.0 (8 Bilder)

MIt dem Update vereingt das Playbook die Konten der verschiedenen Dienste, darunter auch Facebook, Twitter und LinkedIn.

Das Playbook beherrscht nun das ActiveSync-Protokoll und synchronisiert Mails, Termine und Kontakte direkt mit Exchange- und Lotus-Traveler-Servern. Außerdem ermöglicht es Verbindungen zu Google, Hotmail und anderen Servern, die POP, IMAP, CardDAV und CalDAV unterstützen.

Zudem hat RIM drei neue Produkte für den besseren Unternehmenseinsatz der Playbooks vorgestellt: den Blackberry Device Service (BDS), Version 2.0 von Blackberry Bridge und einen PrintToGo-Treiber. BDS ermöglicht die zentrale Administration aller Playbooks eines Unternehmens. Neben den bereits bekannten Perimetern Bridge (alle Daten auf dem Blackberry) und Private (Benutzer darf alles) kann man nun einen Business-Perimeter einrichten, in dem alle Geschäftsanwendungen laufen. Die Perimeter sind streng voneinander getrennt, sodass Benutzer keine Daten zwischen ihnen austauschen können. Damit lässt sich das Playbook problemlos privat einsetzen, ohne Geschäftsdaten preiszugeben.

Die neue Bridge zeigt nicht nur Smartphone-Daten auf dem Playbook an, sondern erlaubt auch eine Fernsteuerung. So kann man die Smartphone-Tastatur nutzen oder Präsentationen fernsteuern: Das Playbook hängt per HDMI am Beamer, der Blackberry wird zum Klicker. Der PrintToGo-Treiber schließlich lässt den Benutzer Dokumente vom PC zum Playbook transferieren, indem er sie am PC über diesen Treiber ausdruckt.

Bisher konnte RIM die Anwendungsentwickler nicht von der Playbook-Platform überzeugen, auch weil die Masse der Anwender fehlt, die Apps kaufen würden. Diese Lücke soll die Android-Laufzeitumgebung füllen: Android-Entwickler können ihre Apps dafür umpacken und in RIMs AppWorld einstellen. (jow)

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