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Mehr als eine Million Beschwerden gegen Spam-Mails

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Mehr als eine Million Beschwerden gegen lästige Spam-Mails sind bisher beim Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) eingegangen. Das Problem sei, dass bis zu 90 Prozent der Mails aus dem Ausland kämen und die Verantwortlichen schwer zu ermitteln seien, teilte die Chefin der Verbraucherzentralen, Edda Müller, am Donnerstag in Berlin mit. Die meisten Beschwerden, die im Rahmen einer Kampagne eintrafen, bezogen sich auf Werbung von Arzneimitteln, Software und Erotik. Beim deutschsprachigen Spam handelt es sich nach den Erkenntnissen des vzbv zu 50 Prozent um Phishing-Mails, mit denen Kriminelle versuchen, beispielsweise Accountdaten sowie PINs und TANs für Online-Banking abzugreifen.

Die Verbraucherschützer fordern von Bundesverbraucherminister Horst Seehofer (CSU) ein Anti-Spam-Gesetz. Mails oder Kettenbriefe mit kriminellem Hintergrund sollten als Straftat eingestuft werden. Das Versenden müsse als Ordnungswidrigkeit mit Geldbußen verfolgt werden können.

Die Verbraucherschützer starteten im Rahmen ihrer Kampagne auch die neue Webseite verbraucher-gegen-spam.de. Sie soll Tipps zum Schutz vor Werbemüll und zum richtigen Umgang mit der eigenen E-Mail-Adresse bieten. Außerdem werden laut vzbv die verschiedenen Arten von Spam und mögliche Gefahren etwa durch Phishing-Mails erläutert. Unter anderem ein FAQ-Dokument "Spaminfos für Eilige", eine Übersicht der rechtlichen Grundlagen zur Spambekämpfung sowie eine Link- und Urteilssammlung ergänzen das Angebot. (jk)