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Mehr als nur Cloud-Speicher: Dropbox wird zum integrierten Arbeitsplatz

Die neue Desktop-App von Dropbox soll die Arbeit erleichtern und integriert verschiedene Dienste und Tools von Google, Microsoft, Slack und Zoom.

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(Bild: Dropbox)

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Der Cloud-Filehoster Dropbox hat am Dienstag ein Update für seinen Cloud-Dienst in einer Preview-Version vorgestellt. Das Update soll einzelne Funktionen und Tools verschiedener Dienste-Anbieter zu einem einzigen integrierten Arbeitsplatz zusammenführen.

"Arbeit ist immer weiter verstreut: Dateien sind auf verschiedenen Geräten, in der Cloud und auf unseren Festplatten gespeichert. Wir arbeiten mit den verschiedensten Apps, die alle nicht miteinander kommunizieren, und Teams haben damit zu kämpfen, alle auf demselben Stand zu halten", sagte Drew Houston, CEO von Dropbox. "Wir sind entschlossen, diese Reibungspunkte abzuschaffen. Dazu verknüpfen wir alle Elemente auf eine nie gesehene Weise. Die neue Dropbox ermöglicht Nutzern, ihre Aufmerksamkeit voll und ganz auf die Erledigung der eigentlichen Aufgaben zu richten."

Die Zeit, die bisher damit verschwendet werde, zwischen verschiedenen Apps hin- und herzuwechseln soll mit der Integration der verschiedenen Funktionen und Dienste für die eigentliche Arbeit zur Verfügung stehen, heißt es bei Dropbox.

Benutzer des Dropbox-Dienstes können künftig Google Docs, Google Tabellen und Google Präsentationen direkt in der Dropbox-Umgebung erstellen, bearbeiten und freigeben. Die Dateien werden dann nicht in Google Drive, sondern in der Dropbox gespeichert. Zusätzlich kann der Nutzer Microsoft-Office-Dokumente in Office-Online oder Google Docs öffnen und bearbeiten, ohne dabei die Dropbox-App verlassen zu müssen.

Links zu Web-Inhalten sollen sich künftig mit all ihren Inhalten in der Dropbox speichern lassen. Dropbox nennt als Beispiele Trello-Boards, Wikipedia-Seiten und Nachrichtenartikel.

Außerdem hat Dropbox weitere Dienste wie Slack und Zoom integriert. Mit Slack lassen sich Team-Chats starten. Inhalte können direkt aus der Dropbox über Slack-Kanäle gesendet und Dateien innerhalb von Slack-Konversationen freigegeben werden. Mit Zoom können Benutzer der neuen Dropbox-App virtuelle Meetings veranstalten und Dateien direkt aus der Dropbox präsentieren.

In Zukunft will Dropbox mit Atlassian zusammenarbeiten. Das Unternehmen bietet Kollaborations-Tools für Entwickler an wie beispielsweise die Aufgabenmanagement-Software Jira und die Wiki-Software Confluence Wiki. Nach Angaben von Dropbox sollen die Atlassian-Dienste ebenfalls in Dropbox integriert werden. Dann können Anwender-Projekte, die beispielsweise auf Jira oder Trello basieren, ebenfalls über die Dropbox-App managen. Teams sollen so ihre Projekte besser organisieren, koordinieren und durchführen können.

Das Dropbox-Symbol in der Taskleiste von Windows oder in der Menüleiste von macOS wurde ebenfalls überarbeitet: Nutzer sollen darüber einen besseren Überblick über freigegebene Inhalte erhalten. Zusätzlich bekommen sie einen schnelleren Zugriff auf Inhalte der Dropbox und können Dokumente mit zwei Klicks anlegen. Ein Team-Aktivitäts-Feed zeigt kontinuierlich Aktualisierungen freigegebener Inhalte an.

Die Funktionen stehen allen Nutzern der kostenfreien und kostenpflichtigen Dropbox zur Verfügung. Die neue Desktop-App steht über das Vorab-Zugriffs-Programm von Dropbox für Windows und macOS nach einer Freischaltung zum Download bereit.
(olb)