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Mehr bargeldlose Zahlungen in Deutschland und Europa

Auch wenn an deutschen Ladenkassen weiter Bargeld dominiert – bargeldlose Zahlweisen sind laut Bankstatistiken auf dem Vormarsch.

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Mehr bargeldlose Zahlungen in Deutschland und Europa

(Bild: stock.xchng)

Verbraucher in Deutschland und anderen europäischen Ländern zahlen immer häufiger bargeldlos. Das zeigen Zahlen von Europäischer Zentralbank (EZB) und Deutscher Bundesbank für das Jahr 2017. Demnach wurden im vergangenen Jahr in der Europäischen Union 134 Milliarden Zahlungen ohne den Einsatz von Scheinen und Münzen abgewickelt – nach EZB-Angaben vom Freitag waren das 7,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Mehr als die Hälfte (52 Prozent) waren Kartenzahlungen.

In Deutschland nahmen die bargeldlosen Zahlungen um rund 3 Prozent auf mehr als 21 Milliarden Zahlungen zu. Das Fazit der Bundesbank: "Die Ergebnisse der Zahlungsverkehrsstatistik für das Jahr 2017 zeigen, dass der Zahlungsverkehr digitaler und europäischer wird.“

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Hoher Zuwachs bei Kartenzahlungen

Besonders hoch war der Zuwachs nach Angaben der Bundesbank bei Kartenzahlungen. Hier gab es ein Plus von fast elf Prozent. Insgesamt sei 2017 knapp 4,5 Milliarden Mal mit Karte ein Betrag von durchschnittlich 62 Euro gezahlt worden. Parallel dazu erhöhte sich auch die Anzahl der Zahlungsterminals an deutschen Ladenkassen um 16.000 auf nunmehr über eine Million.

Europaweit sind laut EZB sind insgesamt 812 Millionen Bezahlkarten im Umlauf, 2017 ist dabei ein Zuwachs von zwei Prozent zu verzeichnen. In der gesamten EU wurden vergangenes Jahr 69,2 Milliarden Kartenzahlungen getätigt, ebenfalls ein Wachstum um rund 11 Prozent.

Beliebtestes bargeldloses Zahlungsmittel in Deutschland ist jedoch nach wie vor die Lastschrift: Mehr als 10 Milliarden Lastschriften über durchschnittlich 372 Euro wurden im vergangenen Jahr getätigt und damit etwa 121 Millionen Lastschriften mehr als ein Jahr zuvor. Die Bundesbank greift für ihre jährliche Statistik auf Daten aller in Deutschland ansässigen Banken und Zahlungsdienstleister zurück.

Weniger Geldautomaten

Einen leichten Rückgang verzeichnete die Bundesbank bei der Zahl Abhebungen vom Geldautomaten – zugleich erhöhte sich aber die abgehobene Summe um 5 Euro auf im Schnitt 179 Euro. Als Gründe sieht die Bundesbank die steigende Tendenz der Banken, Barabhebungen mit Entgelten zu belegen, sowie einen Rückgang der Zahl aufgestellter Automaten. Die ist 2017 um 1,5 Prozent zurückgegangen auf nunmehr rund 58.000 bundesweit. EU-weit ging die Zahl der Geldautomaten um ein Prozent zurück auf ungefähr 430.000 Geräte.

Nach wie vor sind jüngsten Umfragen der Bundesbank zufolge Schein und Münze gerade bei Verbrauchern in Deutschland trotz aller technischen Neuerungen weiterhin sehr beliebt: Drei von vier Geschäften an der Ladenkasse werden demnach mit Bargeld bezahlt.

[UPDATE, 14.09.2018, 18:30]

Informationen zu EU-Kartenzahlungen wurden ergänzt. (axk)

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