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Menschen kontrollieren Instagram-Posts auf Fake News

Posts bei Instagram sollen von menschlichen Faktencheckern kontrolliert werden. Dafür wird die Meldefunktion erweitert.

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(Bild: Ink Drop/Shutterstock.com)

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Die Facebook-Tochter Instagram versucht einen weiteren Schritt im Kampf gegen "Fake News" zu machen. Dazu setzt das Unternehmen auf Menschen als Faktenchecker. Nutzer können Beiträge erweitert melden, die sie kontrollwürdig finden.

Bisher konnten Posts als "Spam" oder "nicht angebrachter Inhalt" gemeldet werden. Die Funktion wird nun erweitert. Unter den Bearbeitungspunkten über jedem Foto erscheint die Option "Melden". Wer darauf klickt soll künftig eine größere Auswahl haben. Darunter: "gefällt mir einfach nicht", "Hate Speech", "Mobbing", "Selbstverletzung" und "Falschinformation". Gemeldete Beiträge werden von externer Stelle angeschaut.

Die Faktenchecker unterstehen dem International Fact-Checking Network's Code of Principles (3PFC), wie die Forschungsorganisation Poynter berichtet. Instagram-Leiter Adam Mosseri hat den Beitrag bei Twitter geteilt. "Falschinformation ist ein Problem, mit dem ich viel Zeit verbracht habe. Ich bin stolz, dass Menschen ab heute Instagram-Posts melden können, von denen sie glauben, dass sie falsch sind", schreibt Mosseri dazu. Es sei jedoch noch viel zu tun, um die Verbreitung von Falschinformationen zu unterbinden.

Die gemeldeten Beiträge werden nicht automatisch gelöscht. Stellt sich eine Information als falsch heraus, wird sie nicht mehr unter dem vom Poster benutzen Hashtag zu finden sein. Posts, die gegen die Richtlinien des Dienstes verstoßen, werden gelöscht. Langfristig sei das Ziel, Künstliche Intelligenz mit den Erfahrungen zu speisen und damit an eben jener Stelle einsatzfähig zu machen. Die Neuerungen werden Nutzern weltweit erst nach und nach zur Verfügung stehen. Start ist in den USA, bis Ende des Monats soll jeder auf die Funktion zugreifen können.

Facebook und Instagram werden immer wieder damit konfrontiert, nicht genug gegen Fake News zu tun. Auch der Mutterkonzern hat kürzlich bekannt gegeben, dass Menschen ab sofort in Facebook-Gruppen mitlesen und so für mehr Sicherheit sorgen sollen. Es gibt allerdings auch Berichte, wie Facebook-Moderatoren, die sogenannten "Cleaner", unter ihrem Job leiden. Ein anderes Problem ist der Umgang mit den Daten der Nutzer. Zuletzt hatte eine Werbefirma massenhaft Daten von Instagram abgegriffen.

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