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Menschenkette gegen geplanten Stellenabbau bei GE in Mannheim

Mitarbeiter des Elektro-Konzerns GE demonstrieren in Mannheim für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Der Betriebsrat befürchtet, dass der komplette Standort geschlossen werden soll.

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Menschenkette gegen geplanten Stellenabbau bei GE in Mannheim

(Bild: IG-Metall Mannheim)

Mit einer Menschenkette hat die Belegschaft am Mannheimer Standort des amerikanischen Elektro-Konzerns General Electric (GE) gegen den geplanten Abbau von rund 1000 Stellen demonstriert. "Der Konzern hat jeglichen Bezug zu unserem Rechtsstaat und unseren Sozialstandards verloren", sagte der frühere Erste Bevollmächtigte der IG Metall Mannheim, Reinhold Götz.

GE hatte das Werk im November 2015 vom französischen Konkurrenten Alstom übernommen. Der Stellenabbau sei nötig für die Restrukturierung des Konzerns, sagte ein Sprecher am Montag. In ganz Deutschland sollen insgesamt 1700 Stellen wegfallen, rund 1000 davon in Mannheim, vor allem in der Turbinenfertigung.

Zukunft des Standorts unklar

Nach Angaben des Betriebsrats will das Management den gesamten Standort in Mannheim aufgeben. Die übrigen rund 600 Stellen sollen demnach verlagert werden. Der GE-Sprecher hingegen sagte, er könne einen solchen Plan nicht bestätigen. An diesem Dienstag will das Management die Belegschaft auf einer eigenen Veranstaltung informieren.

Der Betriebsrat dringt darauf, dass eine Investorengruppe die von der Schließung bedrohten Betriebsteile übernehmen kann. Das GE-Management hatte das bisher abgelehnt, will das Angebot aber noch einmal prüfen. Management und Betriebsrat konnten sich bisher nicht auf Eckpunkte für einen Interessenausgleich und Sozialplan einigen und rechnen damit, dass die Angelegenheit vor dem Arbeitsgericht landet. (axk)

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