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Menschenrechtsorganisation sucht engagierteste Blogger

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Die Organisation Reporter ohne Grenzen ruft Internetnutzer in aller Welt auf, die engagiertesten Blogger zu wählen. 60 Blogs hat die Menschenrechtsorganisation in ihre Vorauswahl genommen. Kriterium für die Auswahl war neben dem Eintreten für die Meinungsfreiheit vor allem, dass die Blogs von kleinen Gruppen oder einem einzelnen Blogger betrieben werden, seit mindestens sechs Monaten online sind und regelmäßig aktuelle Beiträge gepostet werden.

Ein deutscher Blog hat es in die Auswahl geschafft, die Netzpolitik-Site von Markus Beckedahl, Vorsitzender des Netzwerks Neue Medien. Ein Drittel der in der Vorrunde ausgewählten Blogs kommen aus dem Iran. Aus Amerika kommen dagegen nur drei, darunter der Blog von Dan Gillmore ebenso wie der des Technologie-Journalisten Declan McCullagh. Blogs, die in Farsi verfasst sind, rangieren gleich hinter den englischsprachigen Blogs.

"Uns geht es um die Meinungsfreiheit. Es gibt eine Menge interessante Blogs in den USA, aber dort ist es natürlich leicht, die Meinungsfreiheit zu vertreten", sagt Julien Pain, verantwortlich für das "Internet Freedom Desk" bei Reporter ohne Grenzen. Die Organisation hat angesichts der vielen iranischen Blogs neben den regionalen Kategorien Afrika/Mittlerer Osten, Amerikas, Asien, Europa und International eigens eine sechste Kategorie für den Iran eingerichtet.

Nutzer können bis zum 1. Juni eine Stimme pro Region abgeben und damit die Gewinner mitbestimmen. Partner für den Freedom of Expression Blog Award ist die Deutsche Welle, die im vergangenen Jahr bei ihrem Best of the Blog Award die chinesische "Hundezeitung" auszeichnete. (Monika Ermert) / (anw)