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Merkel: Daten sind Rohstoffe des 21. Jahrhunderts

Von der Aufbereitung der Nutzerdaten versprechen sich Medienmacher ein zukunftsträchtiges Geschäftsmodell. Von der Kanzlerin gibt es dazu ermutigende Worte, der Datenschutz dürfe "nicht die Oberhand" gewinnen.

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Angela Merkel

(Bild: dpa, Julian Stratenschulte/Archiv)

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Daten als "Rohstoffe des 21. Jahrhunderts" bezeichnet. "Hier müssen wir jetzt aufpassen, dass der Datenschutz nicht die Oberhand über die wirtschaftliche Verarbeitung gewinnt", sagte die CDU-Politikern am Montag in Berlin beim Verlegerkongress Publishers' Summit.

Hintergrund von Merkels Äußerungen sind die Gespräche mit dem EU-Parlament über die Datenschutz-Grundverordnung. Die von den Innen- und Justizministern der EU verabschiedete Verordnung sei ausgewogen. "Hier sind wir natürlich in einer grundsätzlichen Abwägung: Sie brauchen hinreichend Freiheiten, um (...) die Cloud als Geschäftsmodell zu nutzen", sagte Merkel vor den Verlegern. "Ich glaube, das ist eine bis jetzt noch nicht richtig erkannte Form der Wertschöpfung." Dem stehe der Schutz der Privatsphäre gegenüber. "Wir brauchen einen Kompromiss."

Merkel machte eine Unterscheidung: "Wir haben auf der einen Seite Produkte, die aus anonymisierten Daten gewonnen werden. Da geht es einigermaßen in Europa." Wenn es dagegen um individualisierte Daten gehe, werde es "recht schwierig", so Merkel. "Aber die Menschen werden in Zukunft auch individualisierte Produkte wollen, gleichzeitig aber auch den Schutz ihrer Privatsphäre wollen. Und das wird uns noch vor viele Abwägungen stellen." Beim Publishers' Summit des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger treffen sich noch bis Dienstag rund 700 Teilnehmer. (dpa) / (axk)

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