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Mesa 3D 8.0 unterstützt OpenGL 3.0 und GLSL 1.30

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Das Mesa3D-Projekt hat die Version 8.0 von Mesa 3D veröffentlicht, mit der die OpenGL-Implementierung und 3D-Treiber-Sammlung erstmals OpenGL 3.0 und GLSL (OpenGL Shading Language) 1.30 unterstützt. Wie üblich ist es allerdings von der Hardware und dem verwendeten Treiber abhängig, welche Techniken unterstützt werden. Der für neuere Intel-Grafikkerne zuständige Treiber i965 soll bereits alles Nötige für OpenGL 3.0 und GLSL 1.30 mitbringen. Laut der Fosdem-Präsentation einiger Nouveau-Entwickler unterstützt auch der Mesa-3D-Treiber nvc0 die beiden Techniken; dieser Treiber spricht viele Grafikkerne der Fermi-Generation an, die vorwiegend auf den GeForce-Modellen der Serien 400 und 500 zum Einsatz kommen.

Durch andere Verbesserungen unterstützen die in Mesa 3D enthaltenen Grafiktreiber nun erstmals einige der Grafikkerne von AMD, Intel und Nvidia, die die Unternehmen in den vergangenen Monaten vorgestellt haben; die Southern-Islands-Chips der Radeon-HD-Grafikkarten 7950 und 7970 gehören jedoch nicht dazu. Teilweise sind zur Nutzung der besseren Hardware-Unterstützung aktuelle Versionen von Linux-Kernel, Libdrm und den passenden X.org-Treibern erforderlich, denn mit diesen Komponenten interagieren die 3D-Treiber von Mesa 3D.

Es sind zudem Teile des Codes in Mesa 3D und den Software-Rendering-Treiber LLVMpipe eingeflossen, durch den der Gnome-Compositing-Manager Mutter und die Gnome-Shell in Zukunft auch auf Systemen flüssig arbeiten sollen, deren Grafiktreiber die 3D-Einheiten der Grafik-Hardware nicht nutzt.

Die Entwickler bezeichnen Version 8.0 als "Development Release"; auf Stabilität bedachte Anwender sollen auf früheren Versionen bleiben oder auf 8.0.1 warten. Ursprünglich sollte die jetzt veröffentlichte Version der von praktisch allen Linux-Distributionen verwendeten Software die Nummer 7.12 tragen; die Entwickler haben den Versionssprung auf 8.0 vorgenommen, als die Unterstützung von OpenGL 3.0 und GLSL 1.30 absehbar war. Es gab zudem allerlei Aufräumarbeiten; so haben die Entwickler die Treiber i810, mach64, mga, r128, savage, sis, tdfx und unichrome entfernt, weil sie nicht DRI2, sondern lediglich das DRI-Interface der ersten Generation unterstützen. Rausgeflogen sind auch die "Classic"-Treiber r300 und r600, denn diese Radeon-GPU-Generationen werden jetzt durch Treiber r300g und r600g unterstützt, die auf die Gallium3D-Infrastuktur von Mesa 3D aufsetzen. (thl)