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Mesh-WLAN: Amazon bringt Eero nach Deutschland

Ab November gibt es die kleinen Mesh-Kistchen von Eero auch für deutsche Amazon-Kunden. Im Dreierpack wird's ein bisschen günstiger.

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Der kleine Eero im Einsatz.

(Bild: Eero/Amazon)

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Amazon bringt das Mesh-WLAN-System seiner Tochter Eero auch nach Deutschland. Ab Anfang November wird es die kleinen Access-Points auf der deutschen Amazon-Website geben, kündigte das Unternehmen am Mittwoch in Seattle an. Das Design von Eero wurde überarbeitet und der Preis gesenkt. Im Angebot sind der kleine Eero und ein etwas leistungsfähiger Eero Pro. Beide Modelle sind auch im Dreierpack erhältlich.

Amazon hat Eero Anfang 2019 übernommen, um seine Smart-Home-Sparte zu stärken. Das 2014 gegründete Unternehmen gehört zu den Vorreitern der Mesh-Technik. Eero nennt sein System "TrueMesh". Die Verbindungen der Zugangspunkte untereinander und zur Cloud sind verschlüsselt. Bei der Installation und Verwaltung der Komponenten hilft eine App (Android, iOS), über die das heimische Netz auch von außen administriert werden kann. Die Verbindung zur App ist verschlüsselt.

Eero ist in zwei Varianten erhältlich. Beide Kistchen beherrschen 2×2 MU-MIMO sowie Beamforming und sind nach IEEE 802.11a/b/g/n/ac standardkonform. Der kleinere, neu gestaltete Eero ist ein reiner Accesspoint und funkt bei 2,4 GHz und 5 GHz. Einzeln kostet der Eero 109 Euro, im Dreierpack wird's etwas günstiger mit 279 Euro. Beide sollen in Kürze verfügbar sein. Der Eero Pro (121×121×30 Millimeter) hat neben drei Funkbändern (2,4 GHz, 5,2 GHz und 5,8 GHz) auch zwei Gigabit-Ethernet-Ports für den Anschluss ans LAN oder WAN und eine dimmbare LED. Für das Pro-Modell ruft Amazon 199 Euro respektive 499 Euro im Dreierpack auf.

Der Eero Pro hat eine Funktions-LED und Tri-Band-WLAN.

(Bild: Eero/Amazon)

Beim Mesh-WLAN verbinden sich über die Wohnung oder Büroräume verteilte Zugangspunkte zu einem einheitlichen Netz, das alle Clients in den Räumen immer optimal mit durchsatzstarkem Funknetz versorgen soll. Die Steuerung der verschiedenen Zugangsknoten übernimmt ein Mesh-Master. Auch die klassischen Router-Hersteller haben inzwischen Mesh-Produkte im Portfolio. Die beliebte Fritzbox kann mit einer jüngeren Firmware auch im Mesh-Modus arbeiten und dann ein Mesh aus Fritz-Repeatern, Powerline-Adaptern oder alten Routern verwalten.

Eero-CEO Nick Weaver und Mitgründer Nate Hardison, CTO. Ihr Unternehmen haben sie nach dem finnischen Architekten Eero Saarinen benannt, inzwischen aber an Amazon verkauft.

(Bild: Daniel AJ Sokolov)

Amazon verspricht neben einer einfachen und schnellen Installation auch regelmäßige Software-Updates. Darüber hinaus gibt es einen Eero-Skill für Alexa. Über diesen kann beispielsweise das WLAN auch per Sprache vorübergehend für bestimmte Nutzerprofile deaktiviert werden. Die Netzverwaltung durch Alexa will Amazon in den kommenden Monaten per API auch für andere Hardware-Hersteller ermöglichen. Für Asus und TP-Link kommt das noch in diesem Jahr, hieß es am Mittwoch in Seattle. 2020 kommt dann auch Linksys dazu.

"Technik im Zuhause soll einfach funktionieren", verspricht Nick Weaver, Mitgründer und CEO von Eero. "Wir freuen uns sehr, zusammen mit dem eero-Team die einfache und zuverlässige WLAN-Lösung nun mehr Kunden in mehr Ländern anbieten zu können", ergänzt Eric Saarnio, Head of Amazon Devices EU.

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(vbr)