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Mesosphere: Cluster-Management für Linux-Container

Das Mesosphere Datacenter Operating System will die Entwicklung und das Management von Server-Anwendungen drastisch vereinfachen. Dazu laufen die Anwendungen, verpackt in Container, verteilt im Cluster.

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Der Trend zu Containern als neuem Paketformat für Linux-Server kommt immer mehr in Fahrt: Mesospheres etwas vollmundig als Datacenter Operating System (DCOS) bezeichnete Software zum Betrieb von Clustern kombiniert die Cluster-Management-Software Apache Mesos mit dem verteilten Init-System Marathon für Services, die in Linux- oder Docker-Container verpackt sind. Dazu kommen noch der von Airbnb entwickelte Cron-Ersatz Chronos für Cluster und das verteilte Dateisystem Hadoop-Dateisystem HDFS sowie Management-Tools von Mesosphere.

Cluster-Dienste wie das Echtzeit-Analyse-Framework Apache Spark, die NoSQL-Datenbank Apache Cassandra, das Messaging-System Apache Kafka, die Big-Data-Umgebung Apache Hadoop und das Container-Management-Werkzeug Google Kubernetes sollen sich problemlos auf Mesosphere DCOS einsetzen lassen. Aus Repositories, die sowohl öffentlich als auch firmenintern sein können, sollen sich weitere Dienste in Linux- oder Docker-Containern auf Knopfdruck installieren lassen.

Ein eigenes SDK soll es Entwicklern ermöglichen, verteilte Anwendungen so zu entwickeln, als ob sie auf einem Server laufen. Mesosphere DCOS soll sich dabei um alle Aspekte des Clusterbetriebs von der Ressourcenverteilung bis zum Handling von Hardwareausfällen kümmern.

Mesosphere DCOS läuft auf aktuellen Linux-Versionen, darunter Red Hat Enterprise Linux, CentOS, Ubuntu und CoreOS, in diversen öffentlichen Clouds (Amazon AWS, Google Compute Engine, DigitalOcean, Microsoft Azur, Rackspace, VMware v Cloud Air) sowie auf privaten VMWare- und OpenStack-Clouds. Mesosphere-Cluster könne Tausende von Maschinen umfassen. Das Unternehmen hat gerade eine Serie-B-Finanzierung über 36 Millionen US-Dollar abgeschlossen.

Linux-Container, Grundlage von Mesosphere und ähnlichen Ansätzen wie Core OS und Red Hat Atomic, packen eine Anwendung mit der benötigten Runtime-Umgebung in ein Image. Solche Container bieten eine bessere Anwendungsisolation als das traditionelle Mehrprozess-Modell klassischer Betriebssysteme, erfordern jedoch viel weniger Aufwand als virtuelle Maschinen auf klassischen Hypervisoren, die ein komplettes virtualisiertes Betriebssystem starten. Den Container-Trend eingeläutet hat Docker, eine Software zum Bauen, zur Verteilung und zum Management von Containern. (odi)