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Messaging-Dienst Slack erhält 200 Millionen US-Dollar

Mit mittlerweile gut 2,7 Millionen täglich aktiven Nutzern und den neuen Geldern steigt die Marktbewertung des Unternehmens hinter dem Kommunikationstool auf 3,8 Milliarden US-Dollar.

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(Bild: Slack )

Im Rahmen einer von Thrive Capital geführten Investitionsrunde konnte sich das in San Francisco ansässige Unternehmen Slack Technologies Mittel in Höhe von 200 Millionen US-Dollar sichern. Der Anbieter eines 2013 lancierten Instant-Messaging-Diensts kommt laut dem Nachrichtendienst VentureBeat nun auf einen Unternehmenswert von 3,8 Milliarden US-Dollar. Im April 2015 lag dieser nach einer über 120 Millionen US-Dollar gehenden Runde noch bei 2,8 Milliarden.

Das finanzielle Interesse an Slack lässt sich unter anderem durch die stark wachsenden Nutzerzahlen erklären. Mittlerweile gibt das Unternehmen an, gut 2,7 Millionen täglich aktive Anwender verzeichnen zu können. Zum Vergleich: Im April 2015 waren es 750.000. Zwar zahlen die Mehrzahl der Nutzer nicht für den Gebrauch der Anwendung, Slacks Geschäftsmodell stützt sich trotzdem auf bezahlte Sitze. Davon gibt es derzeit wohl rund 800.000. Zudem plant das Unternehmen, im Laufe des Jahres mit einer Enterprise-Angebot an den Markt zu gehen, was sich angesichts von Nutzern wie dem NASA Jet Propulsion Laboratory, Ebay, Salesforce und Samsung durchaus lohnen könnte.

Einen Vorteil Slacks gegenüber Messaging-Diensten wie sie lange aktuell waren, liegt unter anderem in der Option, den Dienst mit anderen Diensten wie GitHub, Twitter oder Dropbox zu verbinden. Dadurch soll es sich in die Arbeitsweise von Teams in Unternehmen eingliedern und nicht als weitere Baustelle wahrgenommen werden, die es im Auge zu behalten gilt. Im Dezember 2015 öffnete das Unternehmen dafür ein App-Verzeichnis.

Kritiker des Diensts sehen derzeit besonders die Verbreitung in Open-Source-Projekten als bedenklich, da diese sich durch dessen geschlossene Quellen in eine Abhängigkeit begeben und man dem weiteren Verlauf der Kommerzialisierung und deren Folgen mit Argwohn gegenüber steht. Weitere Bedenken gab es aufgrund von Sicherheitsproblemen, die das Unternehmen aber mittlerweile angegangen haben will. (jul)