Mexikanische Gemeinde baut sich Mobilfunknetz

Weil die großen Provider kleine Gemeinden nicht versorgen, haben die Bewohner eines mexikanischen Dorfes ein eigenes Mobilfunknetz errichtet.

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Von
  • Reiko Kaps

Die Bewohner der Gemeinde Talea de Castro im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca haben in Zusammenarbeit mit dem Entwicklungshilfeprojekt Rhizomatica.org ein eigenes, auf GSM und Internet-Telefonie aufsetzendes Mobilfunknetz errichtet, berichtet BBC World in einem Online-Video. Das neue Gemeinde-Telefonetz senkt nicht nur die Kosten für Telefongespräche drastisch, erstmals müssen die Bewohner für ein Telefongespräch nun nicht mehr größere Distanzen überbrücken. Bislang konnten die Bewohner Nachrichten nur über das örtliche Lautsprechersystem verbreiten, denn trotz Nachfragen hatten große Anbieter den Ort bislang nicht mit Mobilfunk versorgt.

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Die Telefonate im örtlichen Mobilfunknetz sind kostenlos. Für Ferngespräche stehen 11 Verbindungen bereit, deren Nutzung nur wenig kostet. Als Basis des Netzes dient eine Village Base Station (PDF). Dieser wetterfeste PC spannt per Software-defined Radio eine Mobilfunkzelle auf, verbraucht nur etwa 20 Watt, läuft mit Open-Source-Software und verbindet sich per WLAN zum zentralen Netzknoten. (rek)