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Mi Mix 3: Xiaomi-Flaggschiff mit Kamera-Slider und 10 GByte RAM

Xiaomis nächstes Flaggschiff bietet eine fast randlose Display-Front. Die Selfie-Kamera ist in einem magnetischen Slider-Mechanismus untergebracht.

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Mi Mix 3: Xiaomi-Flaggschiff mit Kamera-Slider und 10 GByte RAM

Das Xiaomi Mi Mix erscheint vorerst nur in China.

(Bild: Xiaomi)

Xiaomi hat in China sein neues Smartphone-Flaggschiff vorgestellt. Das Mi Mix 3 bietet einen AMOLED-Bildschirm im 6,39-Zoll-Format von Samsung, der 93,4 Prozent der Smartphone-Front ausfüllt. Das Display löst mit 2340 × 1080 Pixeln auf und weist ein 19,5:9-Seitenverhältnis auf.

Der Hersteller verzichtet auf die aktuell beliebte Notch, in der bei Konkurrenzprodukten Kamera, Blitz und Lautsprecher untergebracht sind. Diese Bauteile versteckt Xiaomi in einem ausfahrbaren Slider-Mechanismus, der das gesamte Smartphone-Rückteil nach oben fährt. Die mit Neodym-Magneten ausgestattete Technik soll laut Xiaomis Labortests rund 300.000 Durchgänge aushalten, bevor sie erste Ermüdungserscheinungen zeigt.

Die Slider-Funktion kann mit unterschiedlichen Funktionen, wie etwa dem Annehmen von Anrufen oder der Aufnahme eines Screenshots belegt werden. Ein ähnliches Slider-Prinzip wird auch in Huaweis Honor Magic zum Einsatz kommen, das voraussichtlich noch in diesem Jahr erscheinen soll. Ein erster Prototyp wurde im Rahmen der diesjährigen IFA in Berlin präsentiert.

An der Rückseite des Mi Mix 3 findet sich eine Dual-Kamera, die jeweils mit zwölf Megapixeln auflöst und auf den selben Sensor wie das Mi 8 zurückgreift. Mit dem Mi Mix 3 erweitert Xiaomi die integrierten Szenen-Modi um einen Nachtmodus, der Verwacklern vorbeugen soll. Ebenfalls an Bord sind Aufnahmemöglichkeiten für 4K-Videos und Slow-Motion-Videos mit 960 Bildern pro Sekunde.

An der Front kommen eine 24- und eine 2-Megapixel-Linse sowie Sonys IMX576-Sensor zum Einsatz. Die Kombination aus beiden Linsen soll Selfies um einen Bokeh-Effekt erweitern. Xiaomis Mi Mix 3 unterstützt außerdem kabelloses Laden per Qi-Technik und bietet als erstes Xiaomi-Gerät einen speziellen AI-Hardware-Button, mit dem Nutzer den digitalen Assistenten Xiao Ai aufrufen können.

Im Gehäuse mit Keramik-Rückseite steckt ein Snapdragon 845. Das Smartphone soll ab 1. November in China in unterschiedlichen RAM-Varianten erhältlich sein. Das Einstiegsmodell bietet 6 GByte Arbeitsspeicher und 128 internen Speicher für umgerechnet rund 420 Euro. 8 GByte RAM mit 128 GByte Speicher schlagen mit umgerechnet 450 Euro zu Buche, während 8 GByte RAM in Kombination mit 256 GByte Speicher rund 500 Euro kosten.

Xiaomi kündigte auch eine spezielle Palace Museum Edition mit 10 GByte Arbeitsspeicher und 256 GByte Speicher zum Preis von umgerechnet 630 Euro an. Wann das neue Flaggschiff in anderen Ländern erscheint, will Xiaomi in Kürze bekannt geben. (anw)