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MWC

MicroSD-Karten mit 1 TByte Speicher

Gleich zwei Unternehmen erhöhen die Kapazität ihrer Speicherkarten: Micron und SanDisk kündigen MicroSD-Karten mit 1 TByte Kapazität an.

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Wer sein Android-Smartphone mit möglichst viel Speicher aufrüsten möchte, konnte bislang maximal 512 GByte hineinstecken; größere Karten gibt es noch nicht. Nun aber haben Micron und SanDisk auf dem MWC MicroSD-Karten mit einer Kapazität von 1 TByte vorgestellt.

Micron bewirbt seine C200 mit dem Hinweis, dass diese die erste Speicherkarte mit QLC-Speicher ist. QLC, Quadruple Level Cell, arbeitet mit 4 Bit pro Zelle und ist vor allem beim Schreiben deutlich langsamer als das bislang übliche TLC (Triple Level Cell, 3 Bit pro Zelle). Die UHS-I-Karten sollen mit Kapzitäten zwischen 128 GByte und 1 TByte erhältlich sein und mit 100 MByte/s beim Lesen die Schnittstelle fast ausreizen. Beim sequenziellen Schreiben verspricht Micron bis zu 95 MByte/s, ebenfalls ein recht hoher Wert.

Zudem sollen die Karten die Video Speed Class 30 unterstützen und nach der A2-Spezifikation für den schnellen Start von Apps sorgen. Diese Spezifikation verlangt 4000 IOPS beim Lesen und 2000 beim Schreiben. Um diese Werte zu erreichen, nutzt Micron einen SLC-Cache, wie er bei SSDs schon länger üblich ist.

Aktuell sind jedoch noch keine Smartphones verfügbar, die den A2-Standard unterstützen; auch bei den Neuvorstellungen des MWC ist bislang nach unserem Kenntnisstand kein passendes dabei. Nach eigenen Angaben liefert Micron derzeit erste Samples an ausgewählte Kunden aus, der offizielle Marktstart soll im zweiten Quartal folgen. Preise sind noch nicht bekannt.

SanDisk hat nach eigenen Angaben die schnellste 1-TByte-MicroSD-Karte vorgestellt. Davon werden die wenigsten Anwender jedoch etwas bemerken: SanDisk verwendet bei der Extreme ein proprietäres Protokoll, das bislang nur von dem hauseigenen Kartenleser Mobilemate unterstützt wird.

Mit diesem aber soll die SanDisk Extreme beim Lesen bis zu 160 MByte/s erreichen, beim Schreiben 90 MByte/s. Die Standards A2 und V30 unterstützt die Karte ebenfalls. Beim ersten Test einer A2-Karte von SanDisk (Erweiterungen für die Nische, c't 3/2019, S. 68) erreichte die SanDisk Extreme Pro jedoch nicht einmal die Werte für den A1-Standard (1500 beziehungsweise 500 IOPS).

Die SanDisk Extreme soll im April erhältlich sein, das Unternehmen nennt einen Preis von 450 US-Dollar (Euro-Preise reichen wir bei Bekanntgabe nach). Damit ist die 1-TByte-MicroSD-Karte mehr als doppelt so teuer wie das Modell mit 512 GByte, für das SanDisk einen Preis von 200 US-Dollar aufruft. (ll)