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Micron X100: "Schnellste SSD der Welt" dank 3D XPoint

Mit der X100 bringt Micron seine erste SSD mit 3D XPoint und verspricht die derzeit schnellste SSD. Lesend wie schreibend soll sie 9 GByte/s erreichen.

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Microns erste 3D-XPoint-SSD kommt als PCIe-x16-Karte. Nur so sind die hohen Transferraten machbar.

(Bild: Micron)

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Micron hat seine erste SSD mit 3D-XPoint-Speicher angekündigt. Die X100 soll dank der NAND-Flash-Alternative extrem schnell werden. So verspricht Micron eine Datenrate von 9 GByte/s, für die NVMe-SSD egal ob lesend, schreibend oder im gemischten Betrieb. Dazu soll sie ebenfalls sehr hohe 2,5 Millionen IOPS erreichen. Dreimal schneller als die Konkurrenz sei die X100 damit.

Die zusammen mit Intel entwickelte Flash-Alternative 3D XPoint kam bislang nur bei Intel selbst unter dem Namen Optane zum Einsatz. Zum Ende der Kooperation im Oktober bringt nun auch Micron seine erste SSD damit auf den Markt. Vorteil der Technik sind deutlich höhere Datenraten und niedrigere Speicherlatenzen. So verspricht Micron eine konstante Latenz unter 8 Mikrosekunden, was elfmal geringer sei als bei herkömmlichen NAND-SSDs.

Die Leistungsangaben von Micron sind insofern überraschend hoch, da Intel für die zweite Generation Optane derzeit nur mit 800.000 IOPS rechnet. Laut Hersteller nutzt man einen eigenen Speichercontroller für die SSD. Die X100 kommt zudem als PCIe-16x-Karte auf den Markt. Andere Schnittstellen (mit maximal vier PCIe-Lanes) wie M.2 oder U.2 wären für die Datenrate schlicht zu langsam.

Micron führt an, dass mit 3D XPoint kein Overprovisioning mehr nötig sei. Bei herkömmlichen SSDs, besonders im Enterprise-Bereich, wird ein mehr oder weniger großer Speicherbereich vorgehalten, um die Lebensdauer und Performance zu verbessern. Da 3D XPoint deutlich mehr Schreibzyklen verträgt sind solche Wege nicht nötig, der komplette aufgelötete Speicher steht dem Nutzer zur Verfügung.

Für herkömmliche Anwendungen sind die Performance-Werte Overkill: Micron sieht den Einsatz vor allem im Unternehmensbereich für Datenbanken, Datenanalyse, KI-Berechnungen und Deep-Learning-Anwendungen. Zwar plane man durchaus 3D XPoint in weiteren Produkten und irgendwann auch im Consumer-Bereich anzubieten, konkrete Ankündigungen gibt es derzeit nicht dafür.

Zum Preis gab Micron bisher keine Auskunft. Die SSD soll an ausgewählte Partner in diesem Quartal ausgeliefert werden. (asp)