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Micron schmeißt das PC-Geschäft hin

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Micron Electronics, der Eigner des PC-Herstellers MicronPC, will sich zukünftig ausschließlich dem Webhosting widmen. Das Unternehmen gab heute bekannt, es werde mit dem Web-Hosting-Anbieter Interland fusionieren. Auch bisher schon war Micron mit HostPro in dieser Branche tätig.

Im Zuge der Fusion übereignet Micron Electronics den Interland-Aktionären etwa 30 Prozent des neuen Unternehmens. Der Deal soll einen Wert von rund 130 Millionen US-Dollar haben. Das neue Unternehmen wird Interland heißen und seinen Sitz in Atlanta haben. Es startet mit sechs Datacentern, 112.000 Kunden und 227.000 Websites.

Die PC-Sparte MicronPC sowie die Speichermodulfirma SpecTek werden verkauft. SpecTek soll an die Mutterfirma Micron Technology gehen. Im PC-Bereich verlieren nach Angaben des US-Onlinedienstes News.com etwa 400 Mitarbeiter ihren Job.

Gleichzeitig mit der Fusion gab Micron Electronics die Ergebnisse des zweiten Quartals 2001 bekannt, das am 1. März endete. Die Ergebnisse der abgetrennten Geschäftsbereiche sind darin nicht mehr enthalten. Aus 14,7 Millionen US-Dollar Umsatz, weit mehr als das Doppelte des Vergleichszeitraums in 2000, hat die Firma 9,7 Millionen US-Dollar Verlust erwirtschaftet.

Micron Technology, Eigentümerin von Micron Electronics, verzögerte die Bekanntgabe seiner Quartalsergebnisse wegen der Umstrukturierungen. Man ließ nur verlauten, dass der Bereich Speicherchips ein leicht positives Ergebnis erzielt habe – Details sollen nächste Woche folgen. (ciw)