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Microsoft Amalga soll Klinikdaten intelligent vernetzen

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So stellt sich Microsoft die IT im Krankenhaus vor

Auf der Medizin-IT-Messe ConhIT hat Microsofts Amalga seine Europa-Premiere gefeiert. Amalga wird als "Unified Intelligence System" angepriesen, das speziell für Krankenhäuser entwickelt wurde. Die ursprünglich als Kardiologie-Informationssystem entwickelte Software wird in zwei Varianten angeboten. Das Amalga Hospital Information System ist ein komplettes Krankenhaus-Informations-System (KIS), während mit Amalga RIS/PACS ein IT-System speziell für die Radiologie angeboten wird. Neben der Europa-Premiere von Amalga prüft Microsoft, wie seine Gesundheitsakte Health Vault auf dem euopäischen Markt angeboten werden kann.

Zur Premiere pries Graham Harrop, Europa-Direktor der Health Solutions Group von Microsoft Amalga als Software, mit der Krankenhäuser vom "Data Silo to Data Fusion" gelangen können. Sie könne sämtliche Daten eines Krankenhauses oder eines Klinikverbundes integrieren. Amalga wurde am Washington Hospital Center entwickelt und 2006 mitsamt dem Programmiererteam von Microsoft übernommen. Windows Server, das .NET-Framework, der Microsoft SQL Server und dem Biztalk Server sind die tragenden Komponenten des Systems. Mit Amalga möchte Microsoft in Deutschland vor allem bei Klinikverbänden punkten, in denen etwa das KIS von SAP läuft, aber nicht mit den bildgebenden Bereichen oder dem Laborbereich vernetzt ist. "Amalga löst die Daten aus dem bisherigen Nutzungskontext, sodass der Benutzer sie – so weit er das darf – frei kombinieren kann", heißt bei Microsoft.

In den USA ist Amalga das Backend, dessen Daten nach Health Vault und Health Vault Search, den Microsoft-Gesundheitsakten, übergeben werden. In Großbritannien, wo Amalga in das National Health System (NHS) integriert werden soll, will Microsoft nach Aussage von Harrop ein Patienten-Frontend anbieten, das mit der NHS-Suchmaschine GoDoctor konkurrieren soll. In Deutschland dürfte Amalga im Asklepios Future Hospital in Barmbek zum Einsatz kommen. Dort hat Microsoft zusammen mit Hewlett-Packard die Lösung "Medical Interconnect" realisiert, eine medienbruchfreie Integration aller Geräte über den Biztalk-Server. (Detlef Borchers) / (jk)