Microsoft Band: Der Aktivitätstracker misst Körperdaten, UV-Strahlung - und bezahlt Kaffee

Microsofts erster Aktivitätstracker heißt einfach "Band" und ist fast schon eine ausgewachsene Smartwatch. Das Gerät funkt die ermittelten Körperdaten direkt in die Cloud-Plattform Microsoft Health.

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Von
  • Jan-Keno Janssen

Das Microsoft Band läuft man nicht nur mit Windows-Phones, sondern auch mit iOS- und Android-Geräten.

Nun will auch Microsoft an die Körperdaten: Nach dem Start der Cloud-Plattform Microsoft Health haben die Redmonder ihr erstes Aktivitätstracker-Armband angekündigt: Microsoft Band soll das Gerät heißen. Nach Google mit seiner Fit-Plattform und den aktivitätstrackenden Android-Wear-Uhren sowie Apple (HealthKit und Apple Watch) bietet damit auch Microsoft Körperdaten-Hosting und Tracking-Hardware aus einer Hand.

Microsoft Band kann man in den USA ab dem heutigen Donnerstag für 200 US-Dollar kaufen – konventionelle Aktivitätstracker sind deutlich günstiger, dafür beherrscht das Armband aber auch Smartwatch-Funktionen: So werden Anrufe, Nachrichten und Benachrichtigungen von gekoppelten iOS-, Android- und WIndows-Phone-Geräten angezeigt. Außerdem lassen sich Börsen- und Wetterinformationen anzeigen – und: Mit einer Starbucks-App kann man bei der Café-Kette bargeldlos Getränke kaufen.

Das Microsoft Band kann auch Smartwatch.

In Sachen Sensoren lässt sich Microsoft nicht lumpen: Neben Beschleunigung misst das Band auch Temperatur, Herzfrequenz, GPS-Koordinaten, UV-Strahlung, Hautwiderstand und Feuchtigkeit. Der Pulsmesser arbeitet mit LEDs und einem optoelektronischen Sensor – anders als andere Tracker ermittelt Microsoft Band die Herzfrequenz permanent. Der Sensor soll auch bei schnellen Bewegungen – also beim Sport – zuverlässig funktionieren. Microsoft will die einzelnen Sensoren auch an andere Hersteller lizenzieren.

Viele, viele Sensoren: Das Microsoft-Band misst mehr als die Konkurrenz.

Der 100mAh-Akku des Microsoft Band soll sich in 1,5 Stunden aufladen lassen und 48 Stunden lang durchhalten. Das Touchscreen-Display hat eine Auflösung von 320 × 106 Pixeln. Neben einem Mikrofon ist auch ein Vibrationsmotor eingebaut.

Hat man genug Daten angesammelt, soll die Cloud-Plattform Microsoft Health viele Fragen beantworten können: Welche Übungen haben beim Fitnesstraining die meisten Kalorien verbrannt? Wie lange muss ich nach dem Training pausieren? Gewährt man der Plattform Zugriff auf Kalender und Mails, weiß Health noch mehr: Zum Beispiel ob die Zahl der Meetings mit der Schlafqualität korreliert. (jkj)