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Microsoft: Das neue Outlook fürs Web ist fertig

Microsoft hat die Web-Version von Outlook überarbeitet und in den vergangenen 8 Monaten feinjustiert. Jetzt ist das neue Outlook.com samt Dunkelmodus fertig.

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Erwünschter Blackout: Der neue Dunkelmodus färbt Outlook.com düster ein.

(Bild: Microsoft)

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Microsoft hat die vergangenen 8 Monate damit verbracht, die neue Web-Version von Outlook zu perfektionieren. Testnutzer konnten Feedback einsenden, das in die Arbeiten einfloss. Jetzt ist Outlook.com endlich fertig – gegen Ende des Monats soll es für alle Nutzer verfügbar sein.

Microsoft bewirbt seinen überarbeiteten Mail-Dienst selbstbewusst mit den Adjektiven "schneller" und "moderner". Im Kern steht die Mail-Funktion – logisch, schließlich ist Outlook genau dafür gemacht. Nutzer können nun Favoriten anlegen, die in der Seitenleiste gut sichtbar aufgeführt sind und einen schnellen Zugriff erlauben. Das können Kontakte, Gruppen oder Kategorien sein. Die Favoriten werden mit der Mobilversion von Outlook synchronisiert.

Mit den "Kategorien" lassen sich E-Mails mit gut sichtbaren Schlagworten markieren, etwa mit "Wichtig" oder "Projekt Weltherrschaft". Eine Mail kann mit mehreren Kategorien markiert werden, diese sind direkt im Posteingang zu sehen. Outlook öffnet neue Nachrichten nun in einem eigenen Tab. Das ist praktisch, wenn der Nutzer mehrere Nachrichten gleichzeitig tippt oder generell gern von einer Mail zur anderen springt. Vergleichbar ist das mit dem Mail-Client Thunderbird, der Mails ebenfalls in Tabs öffnet.

Die Kategorien sind im Posteingang gut sichtbar – das verbessert die Übersicht und erleichtert die Organisation.

(Bild: Microsoft)

Damit die Nachrichten keine Textwüsten bleiben müssen, haben die Entwickler Emojis und GIFs in Outlook eingebaut. Diese "Expressions" lassen sich ganz einfach in Mails einfügen. Eine Snooze-Funktion verschiebt die Beantwortung einer Mail auf einen späteren Zeitpunkt – Gmail-Nutzer kennen das bereits. Nach einer Weile taucht die Mail dann wieder als ungelesen im Posteingang auf. Microsoft hat außerdem Funktionen eingeführt, die das Zeitmanagement verbessern sollen. Zudem kann Outlook nun mehrere Kalender nach Personen, Stichwörtern oder Standorten durchsuchen.

Neu in Outlook ist der Dunkelmodus ("Dark Mode"), der die gesamte Bedienoberfläche in düstere Farben mit Blau als Akzentfarbe taucht. Das dunkle Aussehen soll die Augen schonen, weil die Farben gerade in schlecht beleuchteten Umgebungen nicht so blenden. Zahlreiche Apps wie Skype, diverse Browser und auch Betriebssysteme verfügen inzwischen über Dark Modes. Gesünder für die Augen sind die dunklen Farben zwar nicht, sie können aber den Akku schonen, zumindest bei Geräten mit OLED-Displays. Die Outlook-Designer hatten den Anspruch, den "besten Dunkelmodus aller führenden E-Mail-Clients zu liefern". Ob das tatsächlich gelungen ist, dürfen die Nutzer zeitnah selbst entscheiden.

Alle weiteren Veränderungen und Verbesserungen sind im Outlook-Blog aufgelistet. Mit den Neuerungen versucht Microsoft seinen großen Rivalen Gmail einzuholen. Im April 2018 hatte Google seinem Mail-Dienst ein neues Design verpasst und KI-gesteuerte Funktionen eingeführt. Zum 15. Geburtstag gab es ein Jahr später weitere Neuerungen. Bei den Nutzern kommt das gut an: Gmail gehört weltweit zu den beliebtesten Mail-Diensten. In Deutschland haben GMX und Web.de laut Statista die meisten Kunden, gefolgt von Gmail, T-Online und dann Outlook.com. (dbe)