Menü

Microsoft: Der halbe Android-Markt zahlt an uns

In einem aktuellen Blog-Posting fassen Brad Smith, Chef der Microsoft-Rechtsabteilung, und Horacio Gutierrez, verantwortlich für Microsofts "Intellectual Property", die Erfolge ihres Unternehmens bei der Lizenzierung von Techniken für Android-Geräte zusammen. Nach Quanta und Wistron zahle jetzt mit Compal auch der dritte große Auftragsfertiger (Original Design Manufacturer, ODM) von Smartphones, Tablets und Notebooks Lizenzgebühren für Android-Geräte. Auf diese drei Unternehmen entfallen laut Microsoft 55 Prozent des weltweiten Umsatzes im ODM-Markt – allein Compal setze jährlich 28 Milliarden US-Dollar um.

Auch bei den Unternehmen, die Android-Smartphones selbst herstellen, kassiert Microsoft mit: Samsung und HTC, beide Lizenznehmer von Microsoft, seien zusammen für 52 Prozent des Umsatzes mit Android-Smartphones in den USA verantwortlich. Als weitere Lizenznehmer für Android-Geräte nennt Microsoft Acer und ViewSonic sowie Onkyo, General Dynamics Itronix und Velocity Micro. Motorola Mobility (jetzt Teil von Google), Barnes & Noble, Foxconn und Inventec, die für ihre Android-Geräte keine Lizenzgebühren an Microsoft abführen, habe das Unternehmen verklagt. Eine Grafik fasst die Klagen und Lizenzgeschäfte Microsofts im Android-Markt zusammen.

Smith und Gutierrez weisen den Vorwurf zurück, dass das Patentdickicht rund um Smartphones – hier spielen unter anderem noch Apple und Oracle mit – zu vertrackt sei, um sich noch in diesem Markt bewegen zu können. Microsoft habe beim Eintritt in neue Märkte – von der Unternehmens-Software bis zur XBox – immer umfassende Lizenzierungsprogramme aufgelegt, um sich, aber auch seine Kunden und Partner zu schützen. Die jüngsten Vereinbarungen würden zeigen, dass die Android-Hersteller nun dasselbe machen. Und das sei ein guter Weg für alle. (odi)

Anzeige
Zur Startseite
Anzeige