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Microsoft: Ein zusätzliches Startmenü könnte verwirren

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In einem Interview mit heise online hat sich Microsoft-Manager Erwin Visser zu der Frage geäußert, warum in Windows 8.1 zwar ein Startknopf und das Booten zum Desktop zurückkehren, aber nicht das Startmenü. Entscheidend dafür war der Gedanke, dass es Anwender womöglich verwirren könnte, wenn sie zwei unterschiedliche Orte zum Starten von Anwendungen haben, die sie auch noch parallel pflegen müssten. Daher habe man sich entschieden, das Startmenü nicht einmal als Option anzubieten, obwohl man den Unmut mancher Kunden über das Fehlen durchaus wahrgenommen habe.

Deshalb habe man diverse Änderungen an Windows 8.1 vorgenommen, von denen manche auf den ersten Blick klein wirken könnten, aber laut Visser doch eine große Wirkung haben. So hängt es beim Doppelklick auf einen Link oder ein Dokument nun davon ab, ob man gerade mit einer Anwendung auf dem Desktop oder mit einer App im Kachel-Design arbeitet: Vom Desktop aus öffnet sich eine Anwendung auf dem Desktop, aus neuartigen (Metro-)Anwendungen heraus die passende App.

In den Eigenschaften der Taskleiste sind unter "Navigation" neue Schalter speziell für Desktop-Nutzer zu finden. So kann man einstellen, dass beim Drücken der Windows-Taste nicht die Startseite, sondern "Alle Apps" erscheinen. Ein weiterer Schalter sorgt dafür, dass die Desktop-Anwendungen dort als erste erscheinen. Außerdem kann man den Desktop-Hintergrund als Hintergrund der Startseite festlegen, was den optischen Bruch beim Wechsel vom Desktop mindert.

In den Menüs der Taskleiste hat Microsoft die Optionen für das Verhalten der Startseite versteckt.

Auch die aktiven Ecken lassen sich auf dem Desktop deaktivieren. Die dienen normalerweise dazu, mit der Maus das Charms-Menü, die Startseite oder den Taskswitcher aufzurufen. Eine Option für Multimonitor-Systeme lässt die Startseite beim Drücken der Windows-Taste grundsätzlich auf dem Hauptbildschirm erscheinen und nicht mehr auf dem Monitor, auf dem die letzte App geöffnet war.

Wer die neuen Funktionen selbst ausprobieren möchte, kann das mit der Vorabversion von Windows 8.1 tun, die Microsoft am gestrigen Mittwoch zum kostenlosen Download bereitgestellt hat. Berichte, dass das Open-Source-Startmenü Classic Shell unter Windows 8.1 versagt, lassen sich auf Testrechnern der Redaktion übrigens nicht nachvollziehen. Es funktioniert weiterhin problemlos, egal, ob Windows 8.1 als Update oder frisch installiert wurde. (ps)