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Microsoft Flight Simulator 2020: Fotorealismus nur mit High-Speed-Internet

Microsofts kommender Flight Simulator verspricht die Erde im Online-Modus nahezu fotorealistisch abzubilden. Nun gibts erste Vergleichsbilder zum Offline-Modus.

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Flug über New York: Microsofts Flight Simulator bildet Manhattan dank photogrammetrischer Daten und Cloud-Anbindung nahezu photorealistisch ab.

(Bild: Microsoft)

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Der für das Jahr 2020 erwartete Microsoft Flight Simulator soll erstmals die Grenzen zwischen Computergrafik und Fotorealismus verschwimmen lassen – dies versprechen zumindest die ersten Bilder und Gameplay-Videos. Richtung Fotorealismus bewegt sich die Grafikqualität allerdings nur, wenn der Rechner eine ständige Verbindung zu den Microsoft-Servern hält und damit dynamisch auf rund 2 Petabyte an Gelände- und Objektdaten zugreifen kann.

Damit das Streaming zuverlässig klappt, braucht man allerdings eine schnelle Breitband-Internetverbindung. Microsoft nutzt adaptives Streaming, um auch bei schwankenden oder vergleichsweise langsamen Verbindungen ein unterbrechungsfreies Spielerlebnis zu gewährleisten. Lionel Fuentes, Chef-Engineprogrammierer der zuständigen Entwicklerfirma Asobo Studios, unterstreicht, dass das Spielerlebnis umso besser ausfällt, je schneller die Internet-Verbindung des jeweiligen Spieler-PCs ist. Eine konkrete Empfehlung hat Microsoft bisher nicht bekannt gegeben.

Microsoft Flight Simulator 2020: Bildqualität Offline vs. Online (10 Bilder)

Offline-Modus: Die Gegend um Seattle bleibt erkennbar

(Bild: Microsoft)

Allerdings soll sich der Microsoft Flight Simulator auch offline spielen lassen. Dabei kommen einfachere Bodentexturen zum Einsatz, zudem stehen Wasser- und Objektdaten zur Verfügung. Größere Städte sollen sich im Offline-Modus erkennen lassen, auch das Nach-Sicht-Navigieren soll möglich sein. Alternativ lassen sich ausgewählte Regionen für die Offline-Verwendung vorab cachen.

Microsoft Flight Simulator: Die Generierung der Spielwelt

Egal ob Offline- oder Online-Modus: Die Flight-Simulator-Engine fügt der Welt noch weitere Feinheiten hinzu, die die Darstellungsqualität weiter verbessern sollen. So werden etwa Gras und Bäume prozedural generiert – und zwar als 3D-Modelle; Shader sorgen für realistische Wasseroberflächen, die überdies Wellen in Abhängigkeit von Windstärke und Windrichtung schlagen. Auch die nächtliche Beleuchtung von Straßen und Gebäuden generieren die Entwickler prozedural.

Lionel Fuentes erklärte, dass die 3D-Geometrieberechnungen mit doppelter Gleitkommagenauigkeit erfolgen, um die Welt genau abbilden zu können. Dazu unterstützt der Flight Simulator auch HDR-Hochkontrastrendering mit 1,07 Milliarden Farben. Dies erlaubt feine Farbabstufungen, was etwa dem Darstellen von volumetrischen Wolken, Nebel und Reflexionen zugute kommt.

Microsoft Flight Simulator 2020: Erste Eindrücke (33 Bilder)

Microsoft Flight Simulator 2020
(Bild: Microsoft)

Der Microsoft Flight Simulator soll im Jahr 2020 für Windows-10-PCs erscheinen; außerdem folgt eine auf Xbox-Konsolen lauffähige Version. Interessenten können sich bereits jetzt beim Microsoft Insider Program anmelden.