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Microsoft Ignite: Updates für Azure und Microsoft 365

Über 26.000 Besucher erwartet Microsoft zur Ignite 2019 in Orlando. Im Mittelpunkt der Konferenz stehen Azure und Microsoft 365.

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(Bild: Bhupinder Nayyar CC-BY 2.0)

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Microsoft-CEO Satya Nadella hat Microsofts größte Konferenz im Jahr 2019 eröffnet – nach Angaben des Unternehmens werden über 26.000 Besucher in Orlando, Florida erwartet. Stand früher einmal der neue Windows Server im Mittelpunkt von Microsofts Unternehmenskunden-Konferenz, geht es auch 2019 vor allem um Microsoft Azure und das Cloud-basierte Software-Rundumpaket Microsoft 365, das auch Office 365 beinhaltet.

An Unternehmen, die neben Azure auch andere Clouds nutzen, etwa die von Amazon oder Google, richtet sich das zunächst als Vorabversion vorgestellte Azure Arc. Damit soll es möglich sein, den Azure-Werkzeugkasten um den Azure-Ressourcen-Manager, Azure Shell, das Azure-Portal, das API und Azure-Richtlinien auch mit anderen Clouds zu nutzen. Außerdem soll es möglich werden, Azure-spezifische Dienste wie Azure SQL Database und Azure Database für PostgreSQL auf der Infrastruktur anderer Cloud-Anbieter zu starten. Azure Arc ergänzt damit das vor zwei Jahren vorgestellte Azure Stack – eine Lösung, um eigene Maschinen in die Azure-Verwaltung zu integrieren.

Für Big-Data-Analysen wurde Azure Synapse Analytics angekündigt. Damit sollen sich Datenquellen wie das Azure SQL Data Warehouse mit Power BI und Azure Machine Learning verbinden lassen. Interessierte können die Funktionen kostenlos testen.

Nutzer der kostenlosen Variante des Online-Active-Directory bekommen die Möglichkeit, Zweifaktor-Authentifizierung zu aktivieren. Das war bisher Azure AD Premium vorbehalten.

(Bild: Microsoft)

Wer sich sein Mail-Postfach lieber vorlesen lassen möchte, kann Cortana darum bitten. Zumindest, wenn er Outlook unter iOS nutzt und im US-App Store angemeldet ist. Die Funktion kommt als Update der Outlook-App. Für Android und andere Teile der Welt soll "Play my Emails" im Frühjahr 2020 folgen.

Auch für Unternehmen, die aktuell viel grundsätzlichere Probleme lösen müssen als die Verarbeitung von Big Data mit KI in verschiedenen Clouds, hat Microsoft ein neues Angebot: Die Prozessautomations-Lösung Power Automate lernt mit der Funktion UI Flows, grafische Oberflächen fernzusteuern. Damit können zum Beispiel automatisiert Daten aus veralteten Programmen extrahiert werden, die zu einer Zeit programmiert wurden, als an APIs noch nicht zu denken war.

Die lokal installierten Office-Anwendungen lernen ein neues Kunststück, das für mehr Sicherheit sorgen könnte: Der Application Guard for Office führt die Anwendungen in einem vom Betriebssystem abgeschotteten Container aus. Darin kann man etwa eine suspekte Office-Datei mit Makro aus einer E-Mail öffnen – bisher ein beliebtes Einfallstor für Trojaner.

Die Application-Guard-Technik hatte Microsoft vor zwei Jahren erstmals für den Browser Edge vorgestellt. Dessen Chromium-basierter Neubau hat jetzt auch ein Veröffentlichungsdatum: Am 15. Januar 2020 soll er erscheinen – für Windows, macOS, Android und iOS. Für Unternehmen soll es eine neue Startseite geben, über die man auch Ressourcen innerhalb des eigenen Unternehmens suchen kann.

Auch die Unternehmens-Kommunikationsplattform Microsoft Teams bekommt ein paar Updates wie Chats in mehreren Fenstern, sichere private Chats (zur Art der Verschlüsselung gibt es noch keine Details) und Integration von anderen Diensten wie Microsoft To Do und Outlook. (jam)