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Microsoft-Manager: 8K bei Xbox Scarlett bloße Spec, FS2020 besser online

Xbox Scarlett soll 8K ausgeben können, doch offenbar ist das mehr bloße Spezifikation als relevante Funktion. Auch zum Flight Simulator äußerte sich Microsoft.

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Der kommende Microsoft Flight Simulator 2020 soll auch auf der nächsten Xbox laufen.

(Bild: Microsoft)

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Microsoft hat die nächste Generation der Spielkonsole Xbox vollmundig beworben – 8K, Raytracing und viel Power soll "Xbox Project Scarlett" liefern. Auf der Gamescom hatte heise online die Gelegenheit, mit Microsofts General Manager Aaron Greenberg über Project Scarlett zu sprechen.

Obwohl Microsoft die kommende Xbox auch mit 8K bewirbt, gab sich Greenberg eher kleinlaut. Auf die Frage hin, was Spieler bezüglich 8K erwarten können, sagte Greenberg, er kenne niemanden, der 8K-Computerspiele entwickele. 8K sei mehr eine technische Spezifikation, über die die kommende Konsolengeneration aber nicht definiert werde. Ein großes 8K-Spieleangebot sei nicht zu erwarten, von der Verfügbarkeit von 8K-Fernsehen ganz abgesehen.

Impressionen von der Gamescom 2019 (63 Bilder)

In Halle 10 können wie immer Retroklassiker wie Daytona USA gespielt werden.
(Bild: heise online / wie)

Immerhin sollen Spiele in nativem 4K laufen. Durch die im Vergleich zur aktuellen Xbox One X deutlich höhere Rechen- und Grafikleistung sollen Entwickler nicht mehr derartig viele Kompromisse wie mit der aktuellen Konsolengeneration machen müssen, deren Flaschenhals die vergleichsweise geringe Prozessorleistung darstellt. Xbox Project Scarlett werde Spiele in 4K mit bis zu 120 fps ausgeben können, erläuterte Greenberg. Spieler könnten bei Next-Gen-Spielen außerdem mit größeren Spielwelten und höherer Sichtweite rechnen. Darüber hinaus sollen die Ladezeiten mit der künftigen Konsole spürbar geringer ausfallen, was unter anderem an der standardmäßig integrierten SSD liegt.

Überdies beschleunigt die kommende Xbox Raytracing-Effekte in Spielen – ob sich das Feature auf breiter Front als Quasi-Standard durchsetzt, wollte Greenberg nicht beurteilen. Immerhin haben Spieleentwickler die technische Möglichkeit, ihre Titel mit schicken Raytracing-Effekte auszuhübschen. Die GPU kommt wie bisher von AMD, Raytracing-Hardware würde wiederum auf die zweite Generation der RDNA-Grafikarchitektur hindeuten, für die AMD bereits Raytracing-Funktionseinheiten angekündigt hat.

Technische Details hin oder her: Die Frage bleibt, ob es mit dem zunehmenden Aufkommen von Gamestreaming-Diensten langfristig noch eine Zukunft für leistungsfähige und teure Wohnzimmer-Spielkonsolen gibt. Greenberg bejaht dies – vor allem in Hinblick auf hochauflösende Spiele, deren Gameplay besonders geringe Latenzen erfordert. Streaming-Services wie Microsofts kommendes Project xCloud seien eher für Mobilgeräte gedacht, über die Spieler in LTE-Netzen anspruchsvolle Titel unterwegs spielen können. heise online hatte auf der Gamescom ebenfalls Gelegenheit, xCloud-Streaming auf Smartphones auszuprobieren. Dabei war eine gewisse Latenz durchaus spürbar, besonders beim Autorennspiel Forza. Microsoft gestattete von der Anspielstation aber keinerlei Video- und Bildaufnahmen.

Microsoft Flight Simulator 2020: Erste Eindrücke (33 Bilder)

Microsoft Flight Simulator 2020
(Bild: Microsoft)

Neue Details zum kommenden Flight Simulator gab Microsoft auf der Gamescom nicht preis, entsprechend karg gab sich Greenberg. Immerhin bestätigte er: Auch Flight Simulator 2020 soll weiterhin lokal installierbar und offline spielbar sein. Jedoch schränkte Greenberg ein: "Aber um die volle Performance und Funktionsvielfalt zu erhalten, wollen Sie mit dem Netz verbunden sein." Was das genau bedeutet, dürften wir noch in diesem Jahr herausfinden. (mfi)